Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Erinnerungsort Olympia-Attentat: Historischer Hintergrund

Siegerentwurf des Büros Brückner & Brückner Architekten

 
Einmarsch der israelischen Delegation (Foto: Privatbesitz)  

Bei den XX. Olympischen Sommerspielen drangen am Morgen des 5. September 1972 acht Angehörige der terroristischen Organisation Schwarzer September in das Olympische Dorf ein. Ihr Ziel war die Connollystraße 31, in der Mitglieder der israelischen Mannschaft untergebracht waren.

Die Terroristen nahmen elf israelische Sportler als Geiseln und verlangten die Freilassung von über 300 palästinensischen Gefangenen in Israel sowie die Freilassung der RAF-Angehörigen Andreas Baader und Ulrike Meinhof.Zwei der israelischen Sportler wurden noch bei dem Versuch, sich gegen die Täter zur Wehr zu setzen, in der Connollystraße 31 ermordet.

Nach langen, zähen Verhandlungen mit einem rasch gebildeten Krisenstab, bestehend aus Mitgliedern der Bundesregierung und der bayerischen Landesregierung, wurden die Attentäter gemeinsam mit den verbliebenen neun Geiseln zum Flugplatz Fürstenfeldbruck gebracht. Unter dem Vorwand, die Täter mit den Geiseln von dort aus nach Kairo auszufliegen, bereitete der Krisenstab eine Befreiungsaktion vor, die dann jedoch in einer Katastrophe endete. Alle israelischen Sportler sowie ein deutscher Polizeibeamter und fünf der arabischen Terroristen wurden getötet.

Die Geiselnahme von München war der erste Terroranschlag, der zu einem globalen Medienereignis und somit überall auf der Welt wahrgenommen wurde. Auch deshalb kommt dem Olympia-Attentat in der Geschichte des internationalen Terrorismus eine besondere Bedeutung zu.

 
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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 25.07.2016 9:25