Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Im Fokus: Erinnerungsort Olympia-Attentat in München
 

Aktuelles

 
 

Allgemeines

 

Im September 2012 kündigte Ministerpräsident Horst Seehofer während eines Staatsbesuches in Israel an, einen Gedenk- und Erinnerungsort zum Olympia-Attentat in München zu initiieren. Das Vorhaben wurde am 30. Juli 2013 vom Ministerrat beschlossen, Grundlage war ein vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst – hier der Landeszentrale – erarbeitetes Konzept; das Staatsministerium bzw. die Landeszentrale wurde vom Ministerrat auch mit der Realisierung beauftragt.

Nach der Regelung der administrativen Voraussetzungen und Abstimmungen mit verschiedenen politischen Partnern (u.a. dem Generalkonsulat des Staates Israel, dem Bundesministerium des Innern) wurde in engster Abstimmung mit der Obersten Baubehörde und dem Staatlichen Bauamt München 2 zunächst ein vorbereitender Arbeitskreis und dann eine Projektgruppe gebildet, die seit Mai 2014 in der Landeszentrale an der Umsetzung des Projekts arbeitet. Ziel ist es, den Erinnerungsort im Herbst 2016 fertigzustellen.

 

Historischer Hintergrund

 
 
Einmarsch der israelischen Delegation (Foto: Privatbesitz)  

Bei den XX. Olympischen Sommerspielen drangen am Morgen des 5. September 1972 acht Angehörige der terroristischen Organisation Schwarzer September in das Olympische Dorf ein. Ihr Ziel war die Connollystraße 31, in der Mitglieder der israelischen Mannschaft untergebracht waren. Die Terroristen nahmen elf israelische Sportler als Geiseln und verlangten die Freilassung von 234 palästinensischen Gefangenen in Israel sowie die Freilassung der RAF-Angehörigen Andreas Baader und Ulrike Meinhof.
Zwei der israelischen Sportler wurden noch bei dem Versuch, sich gegen die Täter zur Wehr zu setzen, in der Connollystraße 31 ermordet. :: mehr ::

 

Inhaltliches Konzept

 

Mahnmal Sinti und Roma in Berlin

 
Yossef Romano mit Tochter (Foto: Privatbesitz)
 

Die Biographien der elf israelischen Opfer bilden das zentrale Narrativ des geplanten Erinnerungsortes. Durch den entstehenden Erinnerungsort wird den Opfern ein Gesicht gegeben. :: mehr ::

 

Standort Westlicher Lindenhügel

 
Lindenhügel  
Foto: Brückner & Brückner Architekten
 

Der  Standort für den Erinnerungsort Olympia-Attentat München 72 wird der westliche Lindenhügel südlich des Kolehmainenweges sein. Auf diese Platzierung des Erinnerungsort haben sich sowohl die Anwohnervertreter und das Staatsministerium als auch die politischen Partner geeinigt.

Der Standort wird den Vorstellungen der Bewohner des Olympischen Dorfes wie auch der Studentenappartements gerecht, er bietet aber auch gute Voraussetzungen für eine angemessene architektonische Lösung. Die Grundideen des Konzepts – Sichtbezug zum Attentatsbereich, zum Olympischen Dorf, zum Olympiaturm und zum Stadion – kommen an dieser Stelle in besonderer Weise zur Geltung.

 

Realisierung

 

Der Freistaat Bayern ist Auftraggeber und Bauherr dieses Vorhabens. Er wird durch das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (hier: Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Referat LZ 4) sowie das Staatliche Bauamt München 2 vertreten.

Die Kosten des Projektes trägt der Freistaat Bayern, er wird dabei in erheblichem Maße von der Bundesrepublik Deutschland, der Landeshauptstadt München, dem Internationalen Olympischen Komitee, der Foundation for Global Sports Development und dem Deutschen Olympischen Sportbund unterstützt. Der Erinnerungsort Olympia-Attentat soll im Herbst 2016 eröffnet werden.

 

Ansprechpartner

 

Piritta Kleiner
Kuratorin Erinnerungsort Olympia-Attentat
Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Praterinsel 2, 80538 München

Tel: 089/ 2186-2247
Mail: piritta.kleiner@stmbw.bayern.de

 

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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 14.04.2015 12:52