Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Einsichten und Perspektiven 01/2010

 

 

Inhalt

 

Albert S. Kotowski
Ein Rückblick auf die deutsch-polnische Nachbarschaft

Am Sonntag, dem 21. Oktober 2007 fanden in Polen Parlamentswahlen statt, die insbesondere in Deutschland sehr aufmerksam und mit Spannung beobachtet wurden. In den Nachrichten aller Sender und in der Presse standen die Informationen aus Warschau an diesem Sonntag an erster Stelle. Noch nie seit dem Fall der Mauer und dem Untergang des kommunistischen Systems in Osteuropa wurden soviel Aufmerksamkeit und Sorge der politischen Entwicklung und dem bevorstehenden Machtwechsel in einem der ehemaligen Ostblockstaaten gewidmet. Die Ursache dafür war die Verschlechterung der deutsch-polnischen Beziehungen seit dem Amtsantritt der Zwillingsbrüder Kaczynski, die im Jahre 2005 die Ämter des Staatspräsidenten und des Ministerpräsidenten übernahmen. mehr...

Matthias Stickler
„Unserer Heimat droht Gefahr!“ – Der Kampf des Bundes der Vertriebenen (BdV) gegen die Ostverträge

Die Vertriebenenverbände gehören zu den eigentümlichen Erscheinungen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Obgleich auch andere westlich-demokratisch verfasste europäische Staaten – etwa Finnland und Österreich oder die Niederlande und Frankreich erhebliche Probleme mit der Aufnahme und Eingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen hatten und sich diese natürlich auch politisch organisierten, entstand nur in Westdeutschland ein derart differenziertes und (vor allem in der Außenwahrnehmung) einflussreiches Organisationswesen der Betroffenen. mehr...

Christian Wipperfürth
Die Streitkräfte Russlands: Entwicklung, politische Bedeutung, Aussichten

In den ersten zehn Jahren nach dem Ende der UdSSR im Jahre 1991 waren die Zerfallserscheinungen der Streitkräfte unverkennbar. Seit der Jahrhundertwende werden die Militärausgaben jedoch deutlich gesteigert, einige Beobachter warnen vor imperialen Absichten des Kremls und sehen sich durch den Kaukasuskrieg im August 2008 bestätigt. mehr...

Zdenek Zofka
Nachruf auf Prof. Dr. Mir A. Ferdowsi

Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit hat eine wichtige Stütze verloren: Am 2. Oktober 2009 verstarb Prof. Dr. Mir A. Ferdowsi, Politikwissenschaftler am Münchner Geschwister-Scholl-Institut (GSI). Kaum einer unserer Kooperationspartner war der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit so eng verbunden wie er. mehr...

Brigitte Diersch
„Und dann war sie weg …“ Das kurze Leben der Doris Katz

Am 2. November 2009 wäre Doris Katz 85 Jahre alt geworden. Sie war Ende November 1938 von ihren Eltern nach Amsterdam ins Exil geschickt worden. Sie lebte in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in den Niederlanden, zuletzt im Israelitischen Mädchenwaisenhaus in Amsterdam. Alle dort Lebenden wurden am 11. Februar 1943 in das Durchgangslager Westerbork eingeliefert. Dorthin wurde im folgenden Jahr auch Anne Frank mit ihrer Familie deportiert. Doris Katz fuhr am 2. März 1943 mit 1.104 Personen „nach Osten“. Die Überlebenden dieses Bahntransportes wurden am 5. März 1943 in Sobibór mit Auspuffgasen erstickt. Doris Katz wurde 18 Jahre, vier Monate und drei Tage alt. Ihr Schicksal gemahnt an das Anne Franks. mehr...


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