Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Der deutsche Widerstand gegen Hitler: eine Bilanz

Von Hans Mommsen*

 

Der Ehrenhof der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin
Alle Abbildungen: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin

 

Der folgende Text versucht, das politische Profil des Widerstandes gegen das NS-Regime zu zeichnen, ohne die unterschiedlichen Spielarten und richtungspolitischen Differenzen zu verwischen. Es gab eine Fülle von Varianten widerständigen Verhaltens, und nicht immer ist ein präzise Abgrenzung zwischen Resistenz und systemüberwindenden Widerstand möglich.

Unter Widerstand sind in unserem Zusammenhang alle Bestrebungen zu fassen, die über sektorale Opposition hinaus die Beseitigung der NS-Diktatur anstrebten. Bei ihrer Behandlung steht jedoch weniger die Frage im Vordergrund, welche Chancen für einen Umsturz unter den jeweils wechselnden Konstellationen vorhanden waren, als die Fragen nach den denkbaren politisch-gesellschaftlichen Alternativen zur NS-Herrschaft.1)

Ein grundlegender Unterschied zwischen den unterschiedlichen Spielarten der europäischen Résistance und dem deutschen Widerstand besteht darin, dass der letztere sich notgedrungen im Gegensatz zu der nationalen Einstellung der Masse der Bevölkerung befand. Zugleich war aus vielerlei Gründen der Rückweg zur Restauration der Weimarer Reichsverfassung blockiert, die allgemein als gescheitert galt.

Da es Hitler jedenfalls in den Anfangsjahren seiner Regierung gelang, sich einen vergleichsweise breiten Rückhalt in der Bevölkerung zu  verschaffen, konnte der Widerstand nicht mit spontanen Sympathien rechnen und nahm das Odium auf sich, die nationalen Interessen zu verraten. Er war daher ein Widerstand ohne Volk.2)

Zugleich ergab sich aus der gespaltenen Parteienlandschaft der späten Republik eine richtungspolitische Polarisierung der oppositionellen Gruppierungen, die erst spät zurückgedrängt werden konnte.3)

Einerseits handelte es sich um Widerstandsgruppen, die sich im Anschluss an die Verbände der späten Republik formierten. Sie umfassten im Wesentlichen die politische Linke, wobei sich von vornherein eine Spaltung zwischen demokratischen Sozialisten und revolutionären Organisationen abzeichnete.

Sie gab sich neben der KPD im Umkreis der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes der Illusion hin, dass zwar nicht die Organisation im Lande, aber doch – in Analogie zu Bismarcks Sozialistengesetz – die Reichstagsfraktion bestehen bleiben würde. Die KPD-Führung entschloss sich frühzeitig dazu, einen illegalen Apparat aufzubauen und nicht erst das formelle Verbot der Partei abzuwarten.

Allerdings erfolgte dieser Schritt halbherzig. Noch nach dem 30. Januar 1933 rief die KPD zu öffentlichen Demonstrationen auf und behielt die herkömmliche Einziehung der Parteibeiträge bei. Das erleichterte es der Politischen Polizei und späteren Gestapo, die illegalen KPD-Organisationen immer dann auffliegen zu lassen, wenn sie Kontakte zur früheren SPD oder zum bürgerlichen Lager zu knüpfen versuchten. Die Komintern rechnete damit, dass sich das NS-Regime nicht werde lange halten können und dass in der sich anschließenden revolutionären Konstellation die unteren Mittelschichten in das Lager des Proletariat überwechseln würden – eine verhängnisvolle Fehleinschätzung. Daher hielt die illegale KPD bis 1939 an dem Ziel fest, einen flächendeckenden Untergrundapparat aufzubauen, der das Rückgrat für eine kurzfristige Umwandlung in eine Massenpartei abgeben sollte. Das erwies sich als illusorisch und führte dazu, das die Partei schon in der Frühzeit des NS-Regimes einen hohen Blutzoll entrichten musste. Zwar gelang es der Zentrale, die schließlich nach Brüssel und Paris verlegt wurde, die eigene Mitgliedschaft einzubinden, aber die Absicht, ihre Massenbasis zu erweitern und enttäuschte Sozialdemokratien für sich zu gewinnen, scheiterte auf der ganzen Linie.4) Ebenso wenig vermochte sie die Sozialdemagogie der DAF – Walter Ulbricht prägte für sie den Begriff des „seelischen Sozialismus“ – wirksam zu unterlaufen.5)

Die Exil-SPD, die sich unter der Führung des nach Prag emigrierten Parteivorstands als SOPADE neu formierte, versuchte über die Bildung von Grenzsekretariaten in Süddeutschland und Sachsen, Verbindung zu den früheren Parteikadern im Reichsgebiet aufzunehmen, doch erwies sich dies wegen der Durchsetzung der Prager Zentrale mit Spitzeln der Gestapo als verhängnisvoll.

Hingegen bildete sich eine große Zahl von sozialistischen Widerstandsgruppen, die teils aus den links von der SPD stehenden SDAP und dem ISK, teils wie die Gruppe „Neubeginnen“ aus eigener Wurzel hervorgingen. Zu ihnen gehörten die „Revolutionären Sozialisten“, die „Deutsche Volksfront“ und ähnliche illegale Zusammenschlüsse, die jeweils regionale Schwerpunkte besaßen und unabhängig voneinander operierten.6)

Die Freien Gewerkschaften hatten vor dem 2. Mai 1933 den fragwürdigen Versuch unternommen, sich mit dem NS-Regime zu arrangieren, und fielen im Widerstand weitgehend aus.

Wenn sich Gewerkschaftler im Widerstand aktivierten, geschah dies in der Regel in Verbindung mit der KPD. Der im April 1933 gebildete Führerkreis der Vereinigten Gewerkschaften blieb informell erhalten und nahm 1938 Kontakte zur bürgerlichen Opposition auf.

Die sozialdemokratischen Widerstandsgruppen wurden im gleichen Zeitraum nach und nach zerschlagen oder blieben als Sänger- oder Sportvereine bestehen, ohne politisch hervorzutreten. Nur die KPD wiederholte unablässig die Neubildung revolutionärer Kader, die jedoch regelmäßig von der Gestapo zerschlagen wurden. Im Unterschied zum revolutionären Lager sahen die sozialdemokratischen Reformisten keinen Ansatzpunkt zu oppositionellem Handeln. Während so der Widerstand, der aus der Arbeiterbewegung hervorging, angesichts der verschärften Repression durch die Gestapo nach 1938 zum Erliegen kam, gelang es den oppositionellen Gruppen der katholischen Jugend, ihre Tätigkeit teilweise bis 1941 fortzusetzen.

Ewald von Kleist-Schmenzin

In einer deutlichen Phasenverschiebung formierte sich die bürgerlich-konservative Opposition, wenn man von vereinzelten Vorläufern wie dem Freundeskreis Helmuth James von Moltkes oder Oppositionellen der ersten Stunde wie Ewald von Kleist-Schmenzin absieht, erst zu einem Zeitpunkt, als mit Hitlers Kriegsent-schluss gegen die Tschechoslowakei im Sommer 1938 die von ihnen in der Mehrzahl begrüßten Ergebnisse der „nationalen Erhebung“ von 1933 und die politische und militärische Wiedererstarkung Deutschlands leichtfertig aufs Spiel gesetzt zu werden schienen.

Der sich im Herbst 1938 im Umkreis des Auswärtigen Amtes auf die Initiative des zurückgetretenen Generalstabschefs Ludwig Beck formierende bürgerlich-konservative Widerstand unterschied sich von der im Anschluss an die Weimarer Verbände gebildeten Opposition in doppelter Hinsicht. Zum einen vermieden die seit dem Herbst 1938 zusammenfindenden, aber sich nicht vor 1940 konsolidierenden bürgerlichen Gruppen darauf, konspirativ zu arbeiten. Sie stützten sich auf das Netzwerk privater Freundeskreise und operierten aus gesellschaftlichen Residuen und Nischen heraus. Dabei spielten die herkömmlichen Querverbindungen der preußischen Aristokratie, aber auch des hohen Beamtentums eine wichtige Rolle. Der nationalkonservative Widerstand, wie er wegen seiner überwiegend nationalen und auf konservative Restauration gerichteten Einstellung bezeichnet wird, entzog sich deshalb auf lange hinaus der Aufmerksamkeit der Gestapo, die kritische Äußerungen in der Oberschicht nicht ernst nahm.

Der zweite grundlegende Unterschied zur ersten Phase der Opposition bestand darin, dass an eine Rückkehr zu Weimarer Verhältnissen nicht mehr in Betracht gezogen wurde, zumal der rechte Flügel der Opposition den Aufstieg des Nationalsozialismus nicht zuletzt auf die angeblichen Mängel der parlamentarischen Demokratie und die gesellschaftliche „Vermassung“ zurückführte. Die Abkehr von der Weimarer Verfassung vollzog sich zudem vor dem Hintergrund der für nachgerade alle kontinentaleuropäischen Länder geltenden Auflösung des parlamentarischen Systems, das schließlich auch in Frankreich seit dem Volksfrontexperiment Léon Blums in eine tiefe Krise geriet und nach der Niederlage durch das autoritäre Regime unter Marschall Pétain ersetzt wurde.7) Dies spiegelte sich in der Rekrutierung des nationalkonservativen Widerstands.

Mit Ausnahme der Gruppe um Hans Robinson, der 1938 als Jude nach Dänemark emigrieren musste und deren Mitglieder größtenteils im Kreisauer Kreis aufgingen, fehlte die liberale Mitte im Widerstand.8) Berufspolitiker der Weimarer Republik waren nur ausnahmsweise vertreten. Deren Repräsentanten, wie Konrad Adenauer oder Theodor Heuß, lehnten eine Mitarbeit ab, da sie keine realistische politische Perspektive der Umsturzplanung erkennen konnten.

Wilhelm Leuschner

Über parlamentarische Erfahrung verfügten nur Julius Leber, Arbeiterführer in Lübeck und langjähriger Reichstagsabgeordneter, und Wilhelm Leuschner, der zur Führungskreis des ADGB gehörte und zuletzt hessischer Ministerpräsident gewesen war.

Bezeichnenderweise überwogen in der Bewegung des 20. Juli politische Honoratioren, die in der Regel hohe Beamte, Diplomaten oder Offiziere waren, während Wissenschaftler, Industrielle und Kaufleute fehlten und hohe Würdenträger beider Konfessionen sich abseits hielten.

Die Verschwörer begriffen sich zumeist als Staatsdiener, und sie gingen ursprünglich mit Selbstverständlichkeit davon aus, im Namen der Nation handeln zu können. Erst sekundär bemühte sich Carl Friedrich Goerdeler um die Unterstützung von christlichen und sozialdemokratischen Gewerkschaftlern, die einen Treffpunkt im Kölner Ketteler-Haus unterhielten. Zu den Vertretern des Führerkreises der vereinigten Gewerkschaften, darunter Wilhelm Leuschner und Jakob Kaiser, stieß Max Habermann, der den Deutschnationalen Handlungshilfenverband geführt hatte und den nationalen Gewerkschaftsflügel repräsentierte. Von hier knüpfen sich Beziehungen zur früheren Zentrumsführung, nicht zuletzt zu Josef Wirmer und Josef Ersing.

Goerdeler hatte den Kontakt zur Gewerkschaftsgruppe gesucht, nachdem ihn britische Politiker, mit denen er Fühlung aufgenommen hatte, mit der Frage konfrontieren, wer außer den Generälen, auf die er sich berief, hinter ihm stünde.

Wenngleich die Gewerkschaftsführer nur begrenzt über eine Anhängerschaft im Lande verfügten, hatte Goerdeler mit der Kontaktaufnahme einen wichtigen Schritt vollzogen, der den Widerstand über den engen Kreis früherer Funktionsträger der Regimes hinaus erweiterte, wenngleich die beamtenähnliche Mentalität der Gewerkschaftsführer in mancher Beziehung der Einstellung der konservativ geprägten Anhänger Goer-delers, wie Ulrich von Hassell oder Johannes Popitz, entsprach.

Der Anspruch Wilhelm Leuschners, die Industriearbeiterschaft hinter sich zu haben, wurde von den Sozialisten im Kreisauer Kreis, vor allem von Julius Leber und Carlo Mierendorff, mit Skepsis betrachtet. Andererseits machte die Gestapo die Erfahrung, dass Leuschners Popularität in Berliner Arbeiterkreisen ungebrochen war und man dort von ihm als dem nächsten Reichskanzler sprach.9)

Die Gewerkschaftler in der Bewegung des 20. Juli begriffen sich in erster Linie als Sachwalter der Interessen der Arbeiterschaft. Leuschner erwartete, dass nach einem Staatsstreich der Militärs eine den Plänen Kurt von Schleichers vergleichbare semi-autoritäre Verfas-sungsumbildung erfolgen werde, für die er die Interessen der Gewerkschaften ins Spiel bringen wollte, ohne diese selbst zum Hebel des gewaltsamen Umsturzes zu machen.

Carl Goerdeler

Analog zu den Verhandlungen vom Frühjahr 1933 stand ihm eine stärkere Einbeziehung der Gewerkschaften in den Staat vor Augen, und aus dieser Perspektive erwuchs sein Programm der „Deutschen Gewerkschaft“: Diese war als Einheitsgewerkschaft konzipiert und sollte auf Zwangsmitgliedschaft aller Arbeitnehmer beruhen. Sie wurde in die Planung Goerdelers integriert und gab ihr einen ausgeprägten korporativistischen Charakter, demzufolge die Gewerkschaften maßgebenden Einfluss auf die gesamte Sozial- und Tarifpolitik besitzen und ein wirtschaftspolitisches Vetorecht ausüben sollten.

Der gemeinsame Nenner der im Auswärtigen Amt, in der Wehrmacht und der öffentlichen Verwaltung tätigen Oppositionellen bestand in der Kriegsverhinderung, doch blieben die eher zögerlichen Umsturzversuche im Zusammenhang mit der tschechoslowakischen Krise im Ansatz stecken, als Hitler mit dem Münchner Abkommen von Kriegsplänen einstweilen Abstand zu nehmen schien.

Die diplomatische Bemühung, Großbritannien zu einer festen Haltung gegenüber Hitler bewegen und diesen in der Folge isolieren zu können, scheiterte auf der ganzen Linie, und das sollte sich nach den Sieg über Polen wiederholen. Hitlers triumphaler Sieg über Frankreich entzog den Plänen der Opposition, ihn auf eine Art Altenteil abzuschieben und dem Westen Hermann Göring als Reichskanzler zu offerieren, endgültig den Boden und stürzte sie in eine tiefe Krise. Die Hoffnungen, durch Teilreformen und den Austausch einzelner nationalsozialistischer Satrapen wie Heinrich Himmler und Joseph Goebbels, denen man einen besonders schädlichen Einfluss auf den Diktator zuschrieb, Abhilfe zu schaffen, hatten sich als verfehlt erwiesen, damit auch die Perspektive einer bloßen Regierungsumbildung unter Ausschaltung Hitlers.

Die sich nach dem Herbst 1940 neu formierende Opposition, die ehrgeizige fellow travellers von sich abstreifte, schloss nunmehr ein Attentat gegen den Diktator nicht mehr grundsätzlich aus, obwohl prominente Verschwörer wie Goerdeler bis zuletzt – unter dem Einfluss der idealistischen Staatstradition, die ein Widerstandsrecht grundsätzlich negierte – das Mittel des Tyrannenmordes in Zweifel zogen.

Gleichzeitig bildete sich eine Zweiteilung heraus, indem die zivile Opposition den engen Umsturz des Regimes von einem Militärputsch abhängig machte. Sie verwandte große Mühe darauf, Ministerlisten für das künftige Kabinett zusammenzustellen, traf aber keinerlei Anstalten, eine politische Mobilisierung der Bevölkerung gegen das Regime vorzubereiten. Die Verschwörung setzte somit auf eine „Revolution von oben“ in Form eines vom Militär vollzogenen Staatsstreichs, in dessen Folge eine zivile Übergangsregierung eingesetzt werden sollte, wobei offen blieb, wann diese durch Wahlen legitimiert werden würde.

Helmuth Johannes Graf von Moltke

Demgegenüber war der Kreisauer Kreis, in dem sich im Vergleich zur nationalkonservativen Gruppe vor allem jüngere Oppositionelle zusammenfanden, an den Planungen für den Umsturzfall zunächst nicht beteiligt. Unter seinem spiritus rector Helmuth James von Moltke befasste sich der nach dessen Kreisauer Gutsbesitz benannte Widerstandskreis mit der konzeptionellen Planung für den Tag X, den Sturz des NS-Herrschaftssystems.10)

Aus seiner Perspektive stand das NS-Regime am Ende eines säkularen Irrwegs, der mit der Reformation eingesetzt hatte und in dem Verlust des abendländischen Universalismus und der Preisgabe der persönlichen Würde des Menschen bestand und der zur Entstehung des anonymen Anstaltstaates, dem humanen Raubbau des Industriekapitalismus, zur sozialen Notlage breiter Bevölkerungsgruppen und zur seelenlosen materialistischen Konsumgesellschaft geführt hätte. Das NS-Regime erschien aus dieser Sicht als Auswuchs dieser gesamteuropäischen Fehlentwicklung, die mit ihm zugleich ihr geschichtliches Ende finden werde.

Anders als Carl Goerdeler und dessen Gesinnungsfreunden ging es den Kreisauern um eine fundamentale, aus ihrer Sicht revolutionäre Gesellschaftsreform und um die Beschreitung eines „Dritten Weges“ zwischen westlichem individualistischem Kapitalismus und östlichem kollektivistischem Sozialismus. Dem engeren Kern des Kreises gehörte mit Moltke, Peter Graf von Wartenburg, Adam von Trott zu Solz und Fritz-Dietlof von der Schulenburg Persönlichkeiten an, die sich als Sozialisten bezeichneten. Sie gingen eine enge Verbindung mit reformistischen sozialdemokratischen Intellektuellen wie Carlo Mierendorff, Theodor Haubach und Adolf Reichwein, zugleich mit den Jesuitenpatres Alfred Delp und Augustin Rösch ein, die dem katholischen Solidarismus anhingen und die Programmatik des Kreises maßgeblich mit geprägt haben. Die von ihnen geforderte politische und Gesellschaftsreform fassten sie unter dem Begriff eines „personalen Sozialismus“ zusammen.

Moltke gab sich der Erwartung hin, dass der Tag X nicht nur einen Regimewechsel, sondern einen säkularen Neuanfang bringen werde, der nicht nur Deutschland, sondern das gesamte christliche Abendland umfassen werde. Gegenüber den Vorsitzenden des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, bestand er darauf, dass er und seine Mitangeklagten „nur gedacht“ und nicht mit den konkreten Umsturzvorbereitungen in Verbindung gestanden hätten. Das war die bewusste Rückkehr zu der ursprünglich von Kreisau eingenommenen Position, die darin bestand abzuwarten, bis das Regime von selbst ausbrannte.

In diesem Sinne hatte Moltke noch im Januar 1943 von einer „vorzeitigen Umsturzaktion“, wie Goerdeler sie vorbereitete, dringend abgeraten, weil die Zeit für eine allgemeine Umkehr noch nicht reif sei. Damals fiel das bittere Wort über Goerdeler als dem „Kerenskij“ der Opposition, der einen Staatsstreich plane, während eine „Revolution“ vonnöten sei.11)

Indessen stellten sich die meisten Mitglieder des Kreisauer Kreises nach Moltkes Verhaftung Ende 1943 vorbehaltlos in den Dienst des Staatsstreiches, den Claus Schenk von Stauffenberg mittels des Unternehmens „Walküre“ zielbewusst vorantrieb. Dafür war die Überlegung maßgebend, dass der Fortbestand der NS-Herrschaft zur Zerstörung der moralischen Grundlagen der Gesellschaft, zu einer „germanischen Bolschewisierung“ führen werde, die das Potenzial einer moralischen Erneuerung vollends zerstören werde.12)

Ludwig Beck

Die „Grundsätze für die Neuordnung“, die der Kreisauer Kreis auf der Grundlage von Expertengutachten erarbeitete, unterschieden sich nicht grundlegend von den Reformvorschlägen, die Goerdeler unterbreitete.13) Zudem spricht vieles dafür, dass sich seit 1942 eine zunehmende Konvergenz zwischen den beiderseitigen Neuordnungsplänen einstellte.

Auf die Initiative von Goerdeler, der beständig weitere Gesinnungsgenossen um sich sammelte, kam es schon um die Jahreswende von 1940/41 zu systematischen Erwägungen über die künftige Staatsform und die Bildung einer Übergangsregierung, die den Staatsstreich, der in den Händen der Militärs lag, innenpolitisch absichern sollten. In der Denkschrift „Das Ziel“ legte Goerdeler, der mit Ludwig Beck, Ulrich von Hassell, Johannes Popitz und Jens Jessen in enger Verbindung stand, eine Art Gesamtprogramm vor, das sich für ein dezentrales System auf der Grundlage des Selbstverwaltungsgedankens aussprach, gestufte Repräsentationsorgane und ein Zweikammersystem vorsah und berufsständischen Prinzipien Rechnung trug.

Ulrich von Hassell

Charakteristisch war, dass abgesehen von der kommunalen Ebene auf direkte Wahlen zugunsten indirekter Delegationen verzichtet und dem vorgesehenen Reichsverweser maßgebender Einfluss auf die Regierungsbildung eingeräumt wurde.

Abgesehen von den übertriebenen Sicherungen gegen parteipolitische Einflüsse trug der Verfassungsvorschlag ausgeprägt autoritäre Züge und hätte in der Praxis zu einer weitreichenden Entmachtung des Parlaments geführt. Darin spiegelte sich die hypertrophe Furcht, dass der parlamentarische Betrieb von verantwortungslosen Agitatoren ausgenützt und zur Plattform einer demagogischen Verführung der Massen werden könnte. Die Übersteuerung der Entwürfe, die auch auf problematische Modifikationen, darunter ein Mehrstimmrecht für Familienväter, einschlossen und in der Praxis zu einer überstarken Stellung der Exekutive geführt hätte, verriet mangelnde Kenntnis der politischen Auswirkungen.

Johannes Popitz

Die Kreisauer Pläne unterschieden sich durch die konsequente Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips und wollten auf politische Parteien gänzlich verzichten. Goerdeler dachte in dieser Beziehung realistischer, hoffte aber die Parteien in konservativem Sinne auf die Funktion bloßer Ideenlieferanten zurückdrängen zu können. Moltkes Vision, die Urwahlen in die Hände spontan sich bildender „kleiner Gemeinschaften“ zu legen, hat etwas Bestechendes, indem sie den Staat in eine Kooperative einer Vielzahl miteinander in der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben wetteifernder „kleiner Gemeinschaften“ verwandelte und ihm nur die unerlässlichen Aufgaben im Bereich der Wirtschafts- und Verteidigungspolitik übertrug. Dass eine Realisierung in eine nicht beabsichtigte Privilegierung und Oligarchisierung kleiner Führungsgruppen umgeschlagen wäre und gerade nicht zu einer offenen Elitebildung geführt hätte, liegt auf der Hand. Gleichwohl ist die Kühnheit zu bewundern, mit der Moltke versuchte, dem modernen Moloch des Staates alternative politische Formen entgegenzusetzen, und eine Auflösung der herkömmlichen Nationalstaaten und die Schaffung eines Europas der Regionen anstrebte.14)

Jens Jessen

Mit der Betonung von Selbstverwaltung und Subsidiarität antworteten beide Flügel der Opposition auf die Zumutungen des totalen Staates, sahen aber gleichzeitig eine zentrale Steuerung der Wirtschafts- und Finanzpolitik vor, die sich nur in einem Zusammenschluss der kontinentaleu-ropäischen Länder in einem transnationalen Staatsverband mit selbständigen und direkt gewählten Institutionen verwirklichen ließ.

Sowohl die Neuordnungspläne Kreisaus wie diejenigen des Goerdeler-Kreises strebten die Schaffung eines europäischen Staatsbundes an, dessen Prärogativen noch über diejenigen der heutigen Europäischen Union hinausgegangen wären.

Insofern vollzog die Bewegung des 20. Juli eine klare und zukunftsweisende Absage an das Prinzip des Nationalstaates und zeigte sich entschlossen, anfängliche Träume von einer deutschen Suprematie in einem europäischen Staatenbund zugunsten völliger Gleichberechtigung der Partner aufzugeben. Für Kreisau ergab sich dies aus der Erkenntnis, dass eine Neuordnung Deutschlands und Europas nur auf gesamteuropäischer Grundlage möglich war, wobei über die Stellung eines künftigen Russlands keine klaren Vorstellungen vorhanden waren.

Man hat in den wirtschaftspolitischen Vorstellungen des deutschen Widerstandes einen Vorläufer der sozialen Marktwirtschaft sehen wollen, aber das traf nur sehr bedingt zu. Sowohl Goerdelers wie die Kreisauer Vorstellungen gingen von weitgehenden Einschränkungen der Tarifautonomie und des Streikrechts aus, strebten eine weitgehend konfliktfreie Sozialordnung an und wollten durch die Sozialisierung der Grundstoffindustrien die herkömmlichen sozialen Gegensätze möglichst neutralisieren. In der Gewerkschaftsfrage bestanden klare strategische Differenzen. Jedoch kamen die Kreisauer dem von Goerdeler und Leuschner propagierten Gewerkschaftsmodell insoweit entgegen, als sie das Konzept der „Deutschen Gewerkschaft“ für eine Übergangszeit akzeptierten, auf lange Sicht aber zum Prinzip der Betriebsgemeinschaft zurückkehren wollten, die Unternehmer und Arbeitnehmer zusammenfügte und letzteren weitgehende betriebliche Mitbestimmungsrechte einräumte.

Die Planungen der Opposition für den Tag danach entstanden unter der Dunstglocke totalitärer Herrschaft, die den Ideenaustausch mit dem Westen weitgehend unterbanden.

Das erklärt, warum Männer wie Moltke, Trott und Yorck, die enge persönliche Beziehungen zu Großbritannien besaßen, nur ganz untergeordnet auf angelsächsische Verfassungsvorbilder zurückgriffen und ihre früheren transatlantischen Freundschaftsbeziehungen abkühlten. Die Ideengänge der Verschwörer blieben durchweg der deutschen idealistischen Tradition oder dem katholischen Solidarismus verpflichtet und fanden keine Brücke zum stärker empirisch geprägten westeuropäischen Verfassungsdenken.

Ursprünglich hatten Goerdeler, von Hassell und Popitz geglaubt, den vom NS-Regime geschaffenen Zustand – die Auflösung der politischen Parteien, die Unterdrückung der Linken und die ordnungsstaatlichen Elemente – weitgehend übernehmen und auf der gleichsam entstandenen tabula rasa einen grundlegenden Verfassungsumbau vornehmen zu können, der von historischen Vorgaben weitgehend abstrahierte. Spätestens 1943, als sich überall in Europa die Erwartung eines nicht zu fernen Kriegendes durchsetzte, änderte sich dies. Das Auftreten des Nationalkomitees Freies Deutschland, dessen Programm die national-konservative Opposition gleichsam rechts überholte, war ein Indikator für eine schrittweise vordringende Repolitisierung, in deren Folge die älteren und anscheinend überwundenen Richtungsgegensätze innerhalb der deutschen Widerstandsbewegung wieder auftauchten. Dafür war bezeichnend, dass Moltke 1943 auf seiner Türkeireise aus seinem überscharfen politischen Sensorium heraus seine Gesprächspartner darauf drängte, den linken Flügel an der geplanten Umsturzregierung angemessen zu beteiligen.

Im gleichen Zeitraum kam es auf Betreiben Carlo Mierendorffs, der bis zu seinem Tode im Oktober 1943 als Sprecher der Sozialdemokraten im Kreisauer Kreis fungierte, zu dem Entwurf für eine „überparteiliche demokratische Volksbewegung“, die als „Sammlung aller überlebenden und lebensfähigen sozialen und demokratischen Kräfte“ unmittelbar nach dem Umsturz in Leben gerufen werden sollte.15)

Indem sich die Verschwörer des 20. Juli ernsthaft und ausgiebig mit Mierendorffs Plan der „Sozialistischen Aktion“ befassten, taten sie einen entscheidenden Schritt vom Boden einer debattierenden Honoratiorenvereinigung zur Einbeziehung der Öffentlichkeit in die konkrete politische Aktion. Das war das Ergebnis eines langjährigen politischen Lernprozesses, der zur Überwindung des primär obrigkeitsstaatlichen Denkens der zum Handeln entschlossenen Eliten führte.

Allerdings fassten die verschiedenen Spielarten der Opposition das Konzept Mierendorffs unterschiedlich auf. Goerdeler dachte an die Schaffung einer staatlich gelenkten Massenorganisation, die dem neuen Regime die Entstehung nationaler politischer Parteien jedenfalls einstweilen vom Halse halten konnte, während Moltke ein Zusammenwirken der spontanen „kleinen Gemeinschaften“, damit die Bildung einer Friedenspartei der zu Buße und zur Umkehr Entschlossenen, vor Augen hatte. Den pragmatischer eingestellten Sozialisten ging es vielmehr um eine unmittelbare politische Abstützung der Umsturzregierung vor Ort, damit die Schaffung einer demokratischen Plattform. Dass sich die Beteiligten – zumal in den hektischen letzten Wochen vor dem Attentat – nicht mehr über das Programm der überparteilichen Volksbewegung zu verständigen vermochten, es vielmehr über die Forderung des Goerdeler-Kreises, dieser eine christliche Ausrichtung zu geben, zum Bruch mit dem sozialdemokratischen Flügel unter Julius Leber kam, verweist auf den zunehmenden Handlungsdruck, der auf der Verschwörung lastete, aber auch die Rücksicht auf die potenzielle Bedrohung, die von den kommunistischen Rivalen ausging.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Aus diesem Bild ist die Haltung der Militäropposition ausgeklammert, die unter der energischen Führung Claus Schenk von Stauffenbergs sich vorbehielt, eigene Wege zu gehen und das Instrument des militärischen Belagerungszustand nicht bedingungslos an die zivile Opposition abtreten wollte. Es gab bei ihr keine Erwägung, den einfachen Soldaten für die Beendigung der Hitler-Herrschaft zu gewinnen. Der Staatsstreich bediente sich vielmehr der traditionellen Methoden des militärischen Ausnahmezustands, und die bei den Wehrkreisen vorgesehenen zivilen Politischen Beauftragten waren den Befehlshabern unterstellt.

Der militärische Umsturz scheiterte nicht zuletzt daran, dass Stauffenberg und seine Mitverschwörer davon ausgingen, dass der militärische Befehlsweg trotz allem funktionieren würde. Ebenso war der Versuch, durch die Fiktion eines Aufstandsversuchs „frontfremder Parteiführer“ die Eidesleistung der Truppe außer Kraft setzen zu wollen, verfehlt.

Claus Schenk von Stauffenberg war entschlossen, das vorgesehene Umsturzkabinett nach links umzugewichten und Julius Leber, und, als dieser ablehnte, Leuschner zum Reichskanzler zu ernennen. Es ist zweifelhaft, ob er die ursprünglich vorgesehenen Proklamationen von der Hand Goerdelers noch benützt haben würde, während dieser den Militärs das Recht bestritt, sich in die Politik einzumischen. Jedenfalls sah sich Goerdeler, dessen Bewegungsfreiheit in den Tagen vor dem 20. Juli durch die drohende Verhaftung empfindlich eingeschränkt war, auch politisch isoliert. Sein ihm eng vertrauter Berater, Hans Bernd Gisevius, scheute sich nicht, Stauffenberg beim amerikanischen Geschäftsträger in Bern, Allan Dulles, als Befürworter einer „Arbeiter- und Bauernregierung“ zu denunzieren. Von einer Ostoption Stauffenbergs konnte keine Rede sein. Jedenfalls diente die Kontaktaufnahme Julius Lebers und Reichweins nur dazu, die Haltung der illegalen Reichleitung der KPD für den Umsturzfall auszuloten. Das war politisch richtig und notwendig.

Der Prozess gegen die Attentäter des 20. 7. 1944 am Volksgerichtshof in Berlin. Sitzend v. vorne: Carl Geordeler, wilhelm Leuschner, stehend v. links: Ulrich von Hassell, September 1944

Der engere Verschwörerkreis, den Stauffenberg um sich versammelt hatte, entschloss sich, das Attentat durchzuführen, obwohl es keinerlei alliierte Zusagen gab, die Umsturzregierung zu tolerieren oder ihr Konzessionen, etwa mit einer Öffnung der Westfront, zu machen. Die viel zitierte Äußerung Henning von Tresckows, des Schöpfers der Umsturzplanung des 20. Juli, dass das Attentat in jedem Fall um der Wiederherstellung des deutschen Ansehens willen erfolgen müsse,16) bezeichnet die Grenzsituation, in der die Ver-schwörer das Odium des nationalen Verrats auf sich nahmen, um der einzigartigen Terrorherrschaft Hitlers ein Ende zu setzen. Dass dies misslang, bewirkte, dass noch mehr Menschen in einem längst sinnlos gewordenen Krieg und in einer Zerstörungsorgie ohnegleichen ihr Leben verlieren sollten als in den Kriegsjahren zuvor.

Die Chancen, angesichts der diplomatischen und militärischen Unbeweglichkeit der westlichen Alliierten, die Umsturzregierung nach einem erfolgreichen Attentat zu installieren und einen Bürgerkrieg zu vermeiden, waren gering. Aber der Versuch musste unternommen werden.

Die vorstehende Analyse der Trägergruppen des 20. Juli sucht die Haupttendenzen zusammenzufassen und die führenden Persönlichkeiten zu benennen, die an dem Umsturzversuch unmittelbar beteiligt waren oder ihn aktiv unterstützten. Viele Facetten dieses Prozesses konnten nur gestreift werden, obwohl Gruppen – wie die Weiße Rose, die Edelweißpiraten, die Rote Kapelle, der Solf-Kreis und der Widerstand in der Abwehr – eine eingehende Erörterung verdienen. Desgleichen wurde im Zusammenhang mit dem Versuch, eine Art Bilanz zu ziehen, das besondere schwierige Problem der Verstrickung einer Reihe von Verschwörern, nicht zuletzt im militärischen Bereich, mit der Judenvernichtung nicht detailliert aufgegriffen.17) Seine Erörterung würde zusätzlich Licht darauf werfen, dass der national-konservative Widerstand – mit klaren Ausnahmen wie im Fall von Kreisau – von Gruppen getragen war, die ursprünglich dem NS-Regime gedient oder mit ihm eindeutig sympathisiert hatten. Gerade die Beschäftigung mit der deutschen Opposition macht deutlich, wie wenig hilfreich eine Schwarz-Weiß-Malerei sein kann, zumal wenn man bemüht ist, sie als Kaleidoskop möglicher Alternativentwicklungen im nationalsozialistisch beherrschten Deutschland zu betrachten.

 

Prof. Dr. Mommsen ist Emeritus der Ruhr-Universität Bochum. Gastforscher in Princeton, Harvard, Berkeley, Washington D.C. und Jerusalem.


Fußnoten

*Dieser Beitrag geht auf einen Vortrag zurück, der am 22. 10. 2009 auf einem Symposium der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gehalten wurde.

 

1 S. Hans Mommsen, Gesellschaftsbild und Verfassungspläne des deutschen Widerstands, in: ders.: Alternative zu Hitler. Studien zur Geschichte des deutschen Widerstands, München 2000, S. 53-158.

2 S. den Überblick bei Jürgen Schmädecke/Peter Steinbach (Hg.),  Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die deutsche Gesellschaft und der Widerstand gegen Hitler,  ²München 1985.

3 Vgl. die Übersicht bei Klaus-Jürgen Müller, Der deutsche Widerstand 1933-1945, Paderborn 1986, S. 13–21.

4 Grundlegend ist noch immer die Darstellung von Detlef Peukert, Die KPD im Widerstand, Wuppertal 1980.

5 Walter Ulbricht, Die Legende vom „deutschen Sozialismus“, Berlin 1945, S. 61.

6 Vgl. vor allem Peter Grassmann, Sozialdemokraten gegen Hitler 1933-1945, München 1976.

7 Vgl. Hans Mommsen, Alternative zu Hitler. Studien zur Geschichte des deutschen Widerstandes, München 2000, S. 167 ff.

8 S. Horst R Sassin, Liberale im Widerstand. Die Robinson-Strasser-Gruppe 1943-1942, Hamburg 1993.

9 S. Hans Mommsen, Wilhelm Leuschner und die Widerstandsbewegung des 20 Juli 1944, in: Mommsen (wie Anm. 7), S. 340.

10 Dazu Günter Brakelmann, Helmut James von Moltke 1917-1945. Eine Biographie, München 2007; Volker Ullrich, Der Kreisauer Kreis, Hamburg 2008.

11 Moltke an Freya vom 4. 8. 1943, in: Helmuth James von Moltke, Briefe an Freya 1939-1945, München 1988, S. 519.

12 Vgl. Mommsen (wie Anm. 7), S. 217 f.

13 S. die vorbildliche Edition durch Ger van Roon: Neuordnung im Widerstand. Der Kreisauer Kreis innerhalb der deutschen Widerstandsbewegung, München 1967, S. 561 ff. 

14 Vgl. Hans Mommsen, Der Kreisauer Kreis und die künftige Neuordnung Deutschlands und Europas, in: ders., (wie Anm. 7), S. 109 ff.

15 Ebd., S. 341 ff.

16 S. Bodo Scheurig,  Henning von Tresckow. Ein Preuße gegen Hitler, Neuausg. 1987, S.  210, 217 f.

17 Vgl. Johannes Hürter, Auf dem Weg zur Militäropposition. Tresckow, Gersdorf, der Vernichtungskrieg und der Judenmord, in: VfZ 52 (2004), S. 257–62, und die sich daran anschließende Diskussion in VfZ 54 (2oo6).


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