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Wandzeitung “Gesellschaft und Staat” 1/2003

Der 17. Juni 1953 - Aufstand in der DDR

Einleitung

Am 17. Juni 1953 gingen Hunderttausende Ost-Berliner gegen das SED- Regime auf die Straße und forderten den Rücktritt der Regierung, die Einheit Deutschlands sowie freie und geheime Wahlen. Es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen, Besetzungen und Plünderungen öffentlicher Gebäude und staatlicher Geschäfte. Der Aufstand hatte am Vortag mit einem Streik der Arbeiter auf den Baustellen der Stalinallee in Ost-Berlin begonnen, der sich gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen richtete und sich im Laufe des Tages immer mehr politisierte. Die Revolte beschränkte sich jedoch nicht nur auf Ost-Berlin sondern erfasste in Windeseile die gesamte DDR. Da die Herrschaft der SED ernsthaft bedroht schien, griffen ab dem Mittag sowjetische Truppen ein und schlugen den Aufstand gewaltsam nieder. Im ,,17. Juni 1953" entlud sich der aufgestaute Unmut der Bevölkerung über die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in der DDR, die spätestens seit dem Beschluss zum "Aufbau des Sozialismus" im Juli 1952 immer unerträglicher wurden.

Die Niederschlagung des Aufstands markiert den Beginn der "inneren Staatsgründung" der DDR. Die Erkenntnis, dass die Herrschaft der SED nur durch diktatorische Mittel zu sichern war, mündete in das bis zum Ende der DDR gültige System, das dosierte soziale und materielle Zugeständnisse kombinierte mit ständiger gesellschaftlicher Kontrolle und einer allgegenwärtigen Drohung mit Repression.


Inhalt

1. Die Vorgeschichte und Entstehung einer Volkserhebung

1.1. Die SBZ/DDR zwischen Kriegsende, „antifaschistisch-demokratischer Umwälzung“ und schleichender Sowjetisierung
1.2. Die 2. Parteikonferenz der SED und der Beschluss zum „Aufbau des Sozialismus“
1.3. Der internationale Kontext – die Krise des kommunistischen Systems nach dem Tod Stalins und ihre Auswirkungen auf die DDR

2. Die Ereignisse im Juni 1953 in Ost–Berlin und der DDR

3. Die Reaktion der SED auf den „17. Juni“ und die „innere Staatsgründung“ der DDR

4. „Arbeitererhebung“, „Volksaufstand“ oder „gescheiterte Revolution“?

Ausgewählte Literatur

 


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