Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Wasser – eine knappe Ressource

Einleitung

„Entlang vieler Autostraßen sieht man zahlreiche Frauen und Kinder mit leeren Eimern und Plastikbehältern in die eine Richtung gehen und mit vollen Behältern auf dem Kopf zurückkehren. Sie holen Wasser aus Flüssen, oft die einzige Wasserquelle weit und breit. Hier wird auch das Vieh getränkt und die Wäsche gewaschen.“
(Brot für die Welt, „Wasserstress“ in Kenia, unter www.menschen-recht-wasser.de, 16.4.2007)

Eine Momentaufnahme aus Kenia, die sich so oder so ähnlich in vielen anderen „Entwicklungsländern“ tagtäglich abspielt. Aber nicht nur auf dem Land herrscht oft Wasserknappheit, auch in den Slums vieler Großstädte sieht es nicht besser aus. Ob in Mexiko-Stadt, São Paulo oder Lagos, die Ärmsten der Armen wohnen nicht nur schlecht, sie müssen auch mit wenig und oft minderwertigem Wasser auskommen, das sie häufig auch noch teuer bezahlen müssen. Und damit nicht genug. Sie verfügen oft auch über keine Kanalisation oder sanitäre Einrichtungen wie Toiletten.

Der Mangel an sauberem Trinkwasser und hygienischer Abwasserentsorgung in vielen Staaten ist als globales Umwelt- und Gesundheitsproblem in den letzten Jahren verstärkt in das Blickfeld der Politik und Öffentlichkeit geraten. Zum Problemkomplex gehört auch die Verknappung von Wasser für landwirtschaftliche und industrielle Zwecke. Die Vereinten Nationen haben daher die Jahre 2005 bis 2015 zur Dekade des Wassers, „International Decade for Action – Water for Life“, erklärt. Ziel ist es, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen bis 2015 jeweils zu halbieren und bis 2025 auf null zu senken.

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© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit   •   letzte Änderung am: 23.04.2013 8:02