132. Parlamentsseminar
Lehrkräfte blicken hinter die Kulissen des Bayerischen Landtags

Politik hautnah erleben: Dazu hatten bayerische Lehrkräfte aller Schularten im Bayerischen Landtag die Möglichkeit. Im Maximilianeum erhielten sie beim 132. Parlamentsseminar Einblicke in die Strukturen dieses Verfassungsorgans und die Arbeit der Parlamentarier vor Ort.

Christoph Radtke (Wikimedia Commons)

Die Parlamentsseminare haben eine lange Tradition: Bereits zum 132. Mal trafen sich Lehrerinnen und Lehrer zur politischen Fortbildung im Bayerischen Landtag. Dieses Angebot der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und des Bayerischen Landtags findet dreimal im Jahr statt. Es richtet sich an interessierte Lehrkräfte aller Schularten in Bayern, die vor Ort mehr über die parlamentarischen Strukturen erfahren wollen.

Einblicke in das 132. Parlamentsseminar

Am ersten Tag der Fortbildung standen die Geschichte und Funktionsweise des Parlaments im Fokus. Ausgehend von einer Besichtigung des Maximilianeums und einem Überblick über die Geschichte des Parlamentarismus nach 1945 erläuterten Landtagsabgeordnete die heutigen Aufgaben und Abläufe in Regierungsfraktion und Opposition.

Der zweite Tag der Veranstaltung stand ganz im Zeichen von energie- und bildungspolitischen Fragen. Jedes Parlamentsseminar behandelt ein Schwerpunktthema. Dieses Mal ging es um die Energiepolitik in Bayern. Zu diesem Themenfeld stellten sich Abgeordnete des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Wirtschaft, Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie den Fragen der Lehrkräfte.

Am Nachmittag des zweiten Tages hatten die Lehrkräfte die Gelegenheit zur Diskussion mit Staatssekretär Bernd Sibler. Dieser gab einen Einblick in seine Arbeit als Staatssekretär und als Abgeordneter des Bayerischen Landtags. An Beispielen aus der bayerischen Schulpolitik erläuterte er die Zusammenarbeit von Parlament und Exekutive und stand den Teilnehmern im Anschluss für weiterführende Anliegen zur Verfügung.

Staatssekretär Bernd Sibler im Gespräch mit den Seminarteilnehmern

Abschließend konnten spezielle Fragen zu einzelnen Schularten mit Vertretern der Schulabteilungen des Bildungsministeriums und des Instituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) geklärt werden. Diese trafen sich mit den Teilnehmern in Gesprächsinseln, getrennt nach den einzelnen Schularten. Dadurch ergab sich ebenso wie beim anschließenden Stehempfang die Möglichkeit zum vertieften Austausch.

Am dritten Tag der Fortbildung stehen schließlich die Pressearbeit im Bayerischen Landtag, Aufgaben und Organisation des Landtagsamtes sowie die Angebote der Landtagspädagogik auf dem Programm.

Zielsetzung der Parlamentsseminare

Das Seminar soll

  • das Wissen der Lehrkräfte über das parlamentarische Regierungssystem vertiefen,
  • eine vertiefte Auseinandersetzung mit verschiedenen politischen Themen ermöglichen und
  • den Lehrkräften durch die Begegnung mit den beteiligten Personen und den Besuch der Institutionen einen unmittelbaren, persönlichen Eindruck von der Arbeit der parlamentarischen Gremien in Bayern vermitteln.

An dem Seminar können insgesamt 25 Lehrkräfte aus allen Schularten in Bayern teilnehmen. Eine bestimmte Fächerkombination ist keine Voraussetzung zur Teilnahme. Liegen jedoch mehr als 25 Bewerbungen vor, werden diese von Lehrkräften des gemeinschaftskundlichen Fachbereichs bevorzugt.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen über den Seminarablauf und die Unterbringung sind dem Einladungsschreiben zu entnehmen, das die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit nach Ablauf des Anmeldetermins den Teilnehmerinnen und Teilnehmern übersendet.

Anmeldungen, die unberücksichtigt bleiben mussten, erlöschen mit Seminarbeginn, so dass für die Teilnahme zu einem späteren Termin eine neue Anmeldung notwendig wird.

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
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