München
Lernort Staatsergierung
Schüler schauen hinter die Kulissen der Regierungsarbeit

Staatsregierung live: Lernort Staatsregierung ermöglicht Schülern, einmal hinter die Kulissen der bayerischen Regierungsarbeit zu blicken. Neun Schulklassen aus allen Bezirken des Freistaats diskutierten in München mit Ministern und Staatssekretären der bayerischen Staatsregierung.

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler im Gespräch mit Schülerinnen der Staatlichen Berufsschule 2 Passau

Mit großen Augen laufen die Jugendlichen durch den pompösen Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei. Schon auf der Treppe wurden erste Fotos gemacht. Doch statt alter Gebäude stehen für die Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern politische Debatten im Fokus. Im Rahmen des Programms «Lernort Staatsregierung» haben junge Menschen die Möglichkeit, Politik vor Ort in der Staatskanzlei und den Fachministerien zu erleben. Der Termin, zu dem sich die neun Schulklassen aus sämtlichen Regierungsbezirken nun im Kuppelsaal eingefunden haben, bildet den Höhepunkt des diesjährigen Programms.

Dabei stellte sich Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler gerne den interessierten Fragen der Schüler. Rund 230 Jugendliche aus allen Regierungsbezirken waren auf Einladung von Ministerpräsident Horst Seehofer gekommen und nahmen die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Mitgliedern der Staatsregierung wahr. Innenminister Dr. Joachim Herrmann eröffnete die Veranstaltung in Vertretung des Ministerpräsidenten. Daneben standen Staatsministerin Melanie Huml, Staatsminister Dr. Marcel Huber sowie die Staatssekretäre Johannes Hintersberger und Bernd Sibler für anschließende Gespräche zur Verfügung.

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler (Mitte) stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler der Höheren Landbauschule Rotthalmünster

Lernort Staatsregierung: Ein offener Dialog von Politik und Schülern

Nachdem sie am Vormittag mit Struktur und Aufgaben der jeweiligen Staatsministerien vertraut gemacht wurden, nutzten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auch mit Staatssekretär Bernd Sibler über aktuelle Themen der Bildungspolitik und die Arbeit der Staatsregierung zu diskutieren.

Die Jugendlichen sollen „vor Ort“ einen Einblick bekommen, wo Politik gemacht wird und wie der politische Entscheidungsprozess abläuft. In Gesprächen mit leitenden Beamten und mit Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung soll ein Beitrag geleistet werden, die Distanz zwischen Jugend und Staat abzubauen.

An der Veranstaltung nahmen Klassen aus folgenden Schulen teil:

  • Hochfranken-Gymnasium Naila (Oberfranken)
  • Mittelschule Lindau (Schwaben)
  • Höhere Landbauschule Rotthalmünster (Niederbayern)
  • Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Oberbayern)
  • Staatliche Berufsschule II Passau (Niederbayern)
  • Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium Münnerstadt (Unterfranken)
  • Werner-von Siemens-Gymnasium Weißenburg (Mittelfranken)
  • Maria-Ward-Realschule Augsburg (Schwaben)
  • Staatliches Berufliches Schulzentrum Neumarkt i.d.Opf. (Oberpfalz)

Für die musikalische Umrahmung sorgte in diesem Jahr die John-Philipps-Bigband des Johann-Philipp-Schönborn-Gymnasiums Münnerstadt unter der Leitung von Thomas Reuß.

Der Lernort Staatsregierung als Erfolgsmodell

Seit seiner Gründung im Jahre 1988 ist das Interesse an dem Projekt ungebrochen. Bis zum Tag der diesjährigen Großveranstaltung haben die Staatsregierung im laufenden Schuljahr 200 Schülergruppen aller Schularten besucht. Seit seinem Bestehen haben mehr als 130.000 Schülerinnen und Schüler und mit ihnen auch die sie begleitenden Lehrkräfte einen Einblick in die Arbeit der Staatsregierung erhalten. Auch die Bayerischen Vertretungen in Berlin und Brüssel nehmen am Programm teil. Neuerdings zählen auch die Dienststelle Nürnberg des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sowie die Repräsentanz des Freistaats in Prag zu den Zielen.

Organisiert wird der Lernort Staatsregierung von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Für interessierte Schulen gilt: frühzeitig anmelden, da große Nachfrage an diesem Angebot zur politischen Bildung besteht!

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
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