27.7. - 28.10.2018 Sonderausstellungsraum des Museum Industriekultur Klassen-Kämpfe. Schülerproteste 1968-1972

Ausstellung

Foto: Privat

Vor 50 Jahren rebellieren Schülerinnen und Schüler an Gymnasien in ganz Westdeutschland. Tagebücher, Dokumente, Fotografien, Originaltonbandaufnahmen und eine Vielzahl von Zeitzeugen-Hörstationen lassen das bislang eher unbekannte Massenphänomen wieder lebendig werden.

Die Wanderausstellung richtet sich v.a. an Jugendliche und nimmt exemplarisch Gymnasien in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Frankfurt am Main in den Blick. Sie verbindet konventionelle Ausstellungseinheiten mit einem Lernlaborbereich, in dem sich die Besucherinnen und Besucher die Inhalte selbsttätig und in besonders intensiver Form erschließen können. Tablets und Hörstationen bieten Zugang zu einer Vielzahl von Zeitzeugenberichten.

Der Besuch der Ausstellung ist für Schulklassen und Gruppen nach Anmeldung beim Schulmuseum Nürnberg möglich:

Schulmuseum Nürnberg
Tel. 0911 5302-574
schulmuseum@fau.de

Zusätzlich gibt es für Schulklassen im September die Möglichkeit, ein moderiertes Lernlabor oder Zeitzeugengespräche zu buchen.

Das Projekt ist eine Initiative des Schulmuseums Nürnberg und der Zentralkustodie der Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Frankfurt und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Unterrichtsmaterialien

Begleitend hat die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in ihrer Reihe "Vermittlung/Handreichungen" eine kommentierte Materialsammlung veröffentlicht, die den Blick neben den Orten der Ausstellung auch auf den Ballungsraum München richtet.

Hier werden wichtige Handlungsfelder von 1968 an den Schulen herausgearbeitet: neue Rollenbilder, Musik als Form der Befreiung, der Wunsch nach Aufklärung, der Ruf nach Abschaffung körperlicher Strafen, Wut und Provokation sowie Antworten darauf, Kämpfe in den Klassen zwischen vermeintlich konservativen und vermeintlich progressiven Kräften, die Frage nach mehr Mitbestimmung in der Schule.

Und sie stellt Dokumente zusammen – des Für und des Wider, des Veränderns und des Innehaltens. Bereits damals gab es keinen einheitlichen Forderungskatalog, wie es manche glauben machen möchten. Auch heute, 50 Jahre später, stehen unterschiedliche Positionen der Deutung nebeneinander.

Die Handreichung steht als Download zur Verfügung und kann demnächst im Bestellportal der Landeszentrale bestellt werden.

Weitere Informationen

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
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