80 Jahre Nürnberger Prozesse

Blick in den Saal 600 in Nürnberg
 
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     Datum: 29.10.2026, 9.00-16.15 Uhr
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     Ort: Memorium Nürnberger Prozesse (Saal 600) Bärenschanzstraße 72, Nürnberg
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     Ansprechpartner: Dr. Ludwig Unger
Ein demokratischer Neuanfang war in Deutschland 1945 nur möglich, wenn die Besatzungsmächte die Verantwortlichen der NS-Diktatur und ihre Unterstützer und Förderer bestrafen und Weichen für eine neue Demokratie stellen würden. Die Nürnberger Prozesse waren ein Anfang dazu. Breitenwirkung entfaltete die Erfassung der Bevölkerung über 18 Jahren durch Fragebögen. Diese mündete dann ab 1946 in Spruchkammerverfahren.

Der Aufarbeitung der braunen Diktatur in fundierter, quellenkritischer und kreativer Form dient die Fortbildung für Lehrkräfte und Bildner/innen am Donnerstag, 29. Oktober, von 9.00 bis 16.15 Uhr in Nürnberg. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und das Staatsarchiv Nürnberg laden dazu ein.

Dabei lernen die Lehrkräfte und Bildner/innen den Saal 600 im Justizpalast kennen, in dem die Hauptkriegsverbrecher verhandelt wurden. Sie beschäftigen sich anhand von Dokumenten der staatlichen Archivverwaltung mit den Spruchkammerfahren. Und sie werfen einen Blick auf die Anstrengungen, wie das Haus, in dem einst Gauleiter Streicher den Stürmer „verbrach“ und später mit dem Verleger Drechsel ein demokratischer Neuanfang ermöglicht wurde, nun zu einem Erinnerungsort der Demokratie entwickelt wird. Es werden Ansätze vorgestellt, wie das Thema im Unterricht und in der Bildungsarbeit eingebracht werden kann.

9.00 Uhr Treffpunkt am Memorium Nürnberger Prozesse (Saal 600), Bärenschanzstraße 72, Nürnberg
Nach dem Gang durch das Memorium Nürnberger Prozesse werden wir zum Verlagshaus Nürnberger Presse, Kressengartenstraße 4, Nürnberg gehen und dann zum
Landeskirchliches Archiv der evang.-luth. Kirche in Bayern, Veilhofstraße 8, Nürnberg.

 
 

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