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Einsichten und Perspektiven 3 | 19

Liebe Leserin, lieber Leser,

als symbolisches Bild ziert dieses Mal ein Foto der Glienicker Brücke

das E&P-Cover. Sie verbindet Berlin und Brandenburg und war wäh-

rend der deutschen Teilung ein prominenter Ort, an dem zum Beispiel

Agentenaustausche stattgefunden haben. Das ausgewählte Bild vom

11. November 1989 zeigt zwei Tage nach der Grenzöffnung den nach

Jahrzehnten der Verödung wieder einsetzenden deutsch-deutschen

Grenzverkehr. Der Brückenschlag von der Geschichte zur Gegenwart

steht daher ganz im Mittelpunkt dieses Heftes.

Dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer ist die Aufarbeitung der Tren-

nung und ihrer Folgen noch keineswegs an einem Ende angelangt. Wir

haben daher die Direktorinnen und Direktoren von fünf Landeszentra-

len und der Bundeszentrale für politische Bildung zu ihren persönlichen

Erlebnissen und ihrer Perspektive auf den Umgang mit 1989/90 befragt.

In den Beiträgen von Philipp Springer und Ludwig Unger geht es um das

Schicksal von geschleiften Orten und Zwangsumsiedlungen in der DDR

sowie um interessante Einblicke in die Aufgaben und Karrierechancen

von weiblichen Arbeits- und Führungskräften im MfS.

Nicolas Schillinger erinnert an ein Ereignis, das 1989 noch vor dem

Fall der Mauer die Weltöffentlichkeit beschäftigte und heute angesichts

der Demokratiebewegung in Hongkong wieder ganz aktuell erscheint:

die Massendemonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens

in Peking und ihre gewaltsame Niederschlagung.

Über unterschiedliche Deutungsweisen des Attentatsversuchs auf Hitler

am 20. Juli 1944 haben wir mit der Enkelin Claus Schenk Graf von

Stauffenbergs, Sophie von Bechtolsheim, gesprochen. Michaela Karl

und Monika Rox-Helmer beschäftigen sich schließlich mit den Ereignis-

sen der kommunistischen Münchner Räterepublik und der Frage, wie

man anhand von historischen Romanen Geschichte imUnterricht span-

nend machen und zugleich geschichtliche Kompetenz vermitteln kann.

Last but not least: Auch ein historisch-biographisches Rätsel können

Sie wieder lösen – so viel können wir schon verraten: Dieses Mal geht

es um eine Frau.

Wir wünschen eine interessante und im besten Fall auch unterhalt-

same Lektüre!

Die Redaktion

Autorinnen und Autoren dieses Heftes

Dr. Michaela Karl

ist Lehrbeauftragte für politische

Theorie an der Hochschule München und widmet

sich neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit den Bio-

graphien bayerischer Persönlichkeiten.

Dr. Monika Rox-Helmer

arbeitet als wissenschaft-

liche Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der

Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz

ist Historiker und

Direktor des Willy-Brandt-Zentrums für Deutsch-

land- und Europastudien der Universität Wrocław /

Polen sowie Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte am

selben Zentrum.

Dr. Nicolas Schillinger

ist Sinologe und Gastprofes-

sor am Institut für Chinastudien der FU Berlin.

Prof. Dr. Rainer F. Schmidt

ist Professor für neueste

Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Uni-

versität Würzburg.

Dr. Philipp Springer

ist wissenschaftlicher Mitar-

beiter in der Abteilung Bildung und Forschung des

Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssi-

cherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demo-

kratischen Republik.

Dr. Ludwig Unger

leitet das Referat „Bayern“ der Bay-

erischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Editorial

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E-Mail-Adresse:

landeszentrale@blz.bayern.de

,

Stichwort: Einsichten und Perspektiven.

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