EUROPE after work
Der Nordirland-Konflikt

Wird der Brexit den Konflikt in Nordirland wieder aufflammen lassen? Wie kann ein Kompromiss aussehen, der eine harte EU-Außengrenze vermeidet? Und welche Folgen hat ein EU-Austritt des Vereinigten Königreichs für die Nachbarschaft Nordirlands mit Irland? Diese und noch unzählige weitere Fragen beantwortete Prof. Dr. Roland Sturm in seinem Vortrag der Reihe "EUROPE after work"

Prof. Dr. Roland Sturm (2. v. links) mit den Organisatoren von EUROPE after work, Uta Löhrer (Landeszentrale), Katharina Krüll (Europäische Akademie Bayern) und Tobias Winkler (Münchner Verbindungsbüro des Europ. Parlaments) (v. links)

Am 06. Dezember 2018 fand erneut ein Fachgespräch der Reihe „EUROPE after work" statt, diesmal zum Thema „Der Nordirland-Konflikt - Kann die EU den Frieden bewahren?.“ Referent des Abends war Prof. Dr. Roland Sturm, Politikwissenschaftler und Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er forscht und arbeitet zu den Schwerpunkten Europa und politische Ökonomie. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur britischen Politik sowie zum Brexit.

Das unerschöpfliche Fachwissen von Professor Sturm zeigte sich in seinem Vortrag und während der angeregten Diskussion, als er mit zahlreichen überraschenden Hintergründen und Anekdoten aus der Politik des Vereinten Königreichs aufwartete, wodurch seine Schilderungen erfahrbarer wurden.

Nach einer Einleitung in die Thematik des Nordirland-Konflikts, der Beschreibung der politischen Situation sowie der aktuellen Parteienlandschaft Nordirlands und im speziellen des Karfreitagsabkommens zwischen der Republik Irland und dem Vereinigten Königreich, ging Prof. Sturm auf die Brexit-Abstimmung und ihre politischen Folgen ein.

Deutlich wurde dabei die Sprengkraft, die ein ungeregelter Brexit auf die Grenze im Norden der irischen Insel haben könnte. In der Diskussion vermied Prof. Sturm aufgrund der komplexen Gemengelage eindeutige Festlegungen, er war sich jedoch sicher, dass eine erneute bewaffnete Auseinandersetzung vorerst nicht zu erwarten sei. Es seien schwierige Zeiten für politische Analysten, da die Situation von zu vielen Unbekannten beeinflusst werde und es bisher noch keinen vergleichbaren Fall gebe. Es sei jedenfalls erschreckend, wie sehr die britische Politik der letzten Jahre von innerparteilichen Konflikten und Machtstreben in der Conservative Party geprägt wurde. Abzuwarten sei nun die wenig erfolgsversprechende Abstimmung des Brexit-Entwurfs im englischen Unterhaus. Wie es dann weiterginge, bliebe offen - sicher sei allerdings, dass uns der Brexit noch eine Zeit lang beschäftigen werde.

(Bericht: Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments)

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