17.03.2020 Gewinner des Wettbewerbs „Wege zur Freiheit“

Eröffnung des Grenzübergangs Mödlareuth, 09.12.1989 Foto: Bayerische Grenzpolizei, Alfred Eiber, Hof ©Mediathek des Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth

Anlässlich des Jubiläums des Mauerfalls und der deutschen Einheit waren Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr dazu aufgerufen worden, in ihren Projekten auf historische Spurensuche zu gehen und individuelle Wege zur Freiheit zu erforschen. Dazu haben sie Videos gedreht, Hörfunkbeiträge erstellt, Geschichten geschrieben, Bilder gezeichnet, Zeitzeugen befragt und die Ergebnisse in Interviews dokumentiert. Kultusminister Piazolo zeigt sich von den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen begeistert: „Alle Gewinner haben ihre Arbeiten mit einem feinen Blick für historische Details gestaltet, die sie anhand von konkreten Einzelschicksalen und Biographien veranschaulichen. Durch diese individuellen Geschichten wird die Geschichte der DDR, die Unterdrückung ihrer Bürger und des Mauerfalls lebendig.“ Dies wird dem Ziel der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gerecht, mit dem Wettbewerb einen Beitrag zur historischen und politischen Bildung an den Schulen zu leisten.

„Ich freue mich, die Arbeiten von unseren Schülerinnen und Schülern auszuzeichnen, die mit ihren Beiträgen zum Schülerwettbewerb ein wichtiges Kapitel in der deutschen Geschichte aufgeschlagen und nachgezeichnet haben: Das Alltagsleben in der Diktatur der ehemaligen DDR und die Suche ihrer Bürger nach Wegen, die in Freiheit, Demokratie und Rechtstaat führen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Deutsche in diesem Land nicht frei waren in ihrer Lebensführung sowie in ihren politischen und beruflichen Entscheidungen. Deswegen darf bei der jüngeren Generation auch dieser Teil der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten“, betonte Kultusminister Piazolo in einer Video-Grußbotschaft. Die persönliche Übergabe der Preise durch den Kultusminister an die jungen Geschichtsfans musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie entfallen. Stattdessen bekommen die Schülerinnen und Schüler ihre Urkunden und Preise per Post.

Folgende Schulen wurden ausgezeichnet:

  • FOSBOS Aschaffenbur: Hauptpreis für Interviews mit Angehörigen zur Flucht aus der DDR
  • Max-Mannheimer-Gymnasium Grafing: Hauptpreis für das Video „Mauerdrama“
  • Staatliche Realschule Hirschaid: Siegerpreis für ein Video als Beitrag der digitalen Schülerzeitung YOURSH mit Informationen zur innerdeutschen Grenze
  • Mittelschule Neunburg vorm Wald: Hauptpreis für eine Bildergeschichte „Vater und Sohn“ nach Erich Ohser mit dem Titel „Freude über den Mauerfall“
  • Fremdsprachenschule Nürnberg: Hauptpreis für eine Kurzgeschichte zur Flucht einer Familie in zwei Etappen
  • Berufsschule I Passau: Sonderpreis für ein Video zur Spurensuche im Dreiländereck und ein Zeitzeugeninterview mit 1945 Vertriebenen
  • Mittelschule Waldsassen: Hauptpreis für einen Radiobeitrag mit dem Zeitzeugenbericht einer Lehrerin über ihre Flucht aus der DDR via Prag
Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
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Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

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