München
Europe after work
Italien nach der Wahl - ein Umbruch in Europa?

Europainteressierte diskutierten das Ergebnis der italienischen Parlamentswahlen vom 4. März 2018.

Die Organisatoren von "Europe after work" mit der Referentin Dr. Cecilia Mussini (2. v. links)

Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die Europäische Akademie Bayern und das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments begrüßten am 8.März im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europe after Work“ rund 50 Europainteressierte, die sich aus aktuellem Anlass mit dem Thema „Italien nach der Wahl - ein Umbruch in Europa?“ beschäftigten. Referentin Dr. Cecilia Mussini (LMU München) informierte über den politischen Werdegang Italiens in den vergangenen 30 Jahren und reflektierte über die Wahlergebnisse der Parlamentswahlen vom 4. März 2018.

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Die zersplitterte Parteienlandschaft in Italien macht deutlich: die traditionellen Parteien stehen in der Krise. Während die Demokratische Partei (Partito Democratico) eine historische Wahlniederlage verzeichnete, ging die europakritische und populistische Fünf Sterne Bewegung mit über 30% als Spitzenreiter der Wahl hervor. Auch die in Norditalien stark vertretene rechtspopulistische und fremdenfeindliche Lega legte an Stimmen zu.

Nun stellt sich die Frage: Wer wird zukünftig die politische Führung des Landes übernehmen? Im Dialog mit Dr. Cecilia Mussini diskutierten die Teilnehmer mögliche Koalitionskonstellationen, Italiens Stellung in und zu Europa sowie das gesellschaftliche Klima im Land selbst.

Nun heißt es erst einmal abwarten, doch eine schnelle Regierungsbildung scheint aufgrund der Mehrheiten unwahrscheinlich. Einzig bleibt zu hoffen, dass Italien trotz rechts dominiertem Wahlergebnis zukünftig keinen antieuropäischen Kurs aufnimmt.

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