Landtagswahl 2018
"It´s your choice"-Tour an Bayerischen Mittelschulen

Bayerische Politikerinnen und Politiker stellten sich den Fragen von Schülerinnen und Schülern zu aktuellen Themen. Bei den Diskussionsveranstaltungen vom 12. bis 21. März 2018 mit acht bayerischen Mittelschulen wurde den künftigen Erstwählerinnen und Erstwählern gezeigt, dass Politik sie direkt betrifft und sie es in der Hand haben, durch ihre Wahlentscheidung die Zukunft mitzugestalten.

"It's your choice"-Tour in Bayern

Die Schülerinnen und Schüler zeigten ihre Meinung durch Abstimmungskarten

Der jungen Generation wird oftmals Politikverdrossenheit und politisches Desinteresse vorgeworfen. Doch inwieweit trifft das auf die Realität zu? Mit der Initiative "It's your choice" der Deutschen Schulmarketing Agentur (DSA youngstar) soll Jungwählern sowie zukünftigen Erstwählern gezeigt werden, dass Politik sie direkt betrifft. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit hat daher im Jahr der Bayerischen Landtagswahl die „It’s your choice“ nach Bayern geholt.

Das Konzept

Die kontroversen Diskussionsrunden dauern rund 90 Minuten, finden direkt an den Schulen statt und werden durch eine neutrale Moderation kompetent geführt. Mittelschulen in allen Regierungsbezirken Bayerns erhielten die Möglichkeit, sich für die „It’s your choice-Tour“ zu bewerben. Im Rahmen dieses Konzepts treten Politikerinnen und Politiker direkt mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch. Das Format der Diskussion ist bewusst offen gehalten, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, auf all ihre Fragen Antworten zu erhalten.

Die Tour

Auf dem Podium bei der Auftaktveranstaltung in Kitzingen saßen Patrick Friedl (Die Grünen), Jesse Bright (FDP), Astrid Glos (SPD), Dr. Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler), Dr. Otto Hünnerkopf (CSU) und Siegfried Steiner (Die Linke) (von links)

Am 12. März 2018 startete die “It´s your choice“-Tour in Bayern. In der Mittelschule Kitzingen-Siedlung in Unterfranken diskutierten ca. 140 Schüler unter der Moderation von Bernd Fiedler mit sechs Politikern aus dem gesamten Parteienspektrum. Patrick Friedl (Die Grünen), Jesse Bright (FDP), Astrid Glos (SPD), Dr. Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler), Dr. Otto Hünnerkopf (CSU) und Siegfried Steiner (Die Linke) gaben Einblicke in aktuelle landes- und bundespolitische Themenbereiche. Von der AfD konnte aus terminlichen Gründen kein Vertreter teilnehmen. Weitere Stationen der Tour waren Ebermannstadt (Oberfranken), Nürnberg (Mittelfranken), Roding (Oberpfalz), Garching an der Alz (Oberbayern), Kempten (Schwaben) sowie zum Abschluss am 21. März 2018 Schongau (Oberbayern). Der in Niederbayern angesetzte Termin musste leider aus organisatorischen Gründen entfallen.

Die Themen

Das Themenspektrum reichte von der Legalisierung von Cannabis, dem Führerschein mit 16 bis hin zur Asylpolitik:

  • Digitalisierung und digitale Bildung
    Allgemein wurde deutlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler eine Verbesserung der digitalen Ausstattung an den Schulen wünschen. Die Digitalisierung des Klassenzimmers erscheint der jungen Generation als bisher kaum umgesetzt, auch wenn dafür eine dringende Notwendigkeit besteht. Auch in puncto Internetgeschwindigkeit sahen die Schüler noch Verbesserungsbedarf.Hierbei waren sich die Politiker weitestgehend einig und stimmten ihnen zu. Das Thema Digitalisierung wurde in der Vergangenheit schlichtweg zu spät angegangen und muss nun dringend nachgeholt werden. Im Ländervergleich ist Deutschland in Bezug auf schnelles Internet weit abgeschlagen.
     
  • Führerschien mit 16
    Ein weiteres Thema, an dem die Schülerinnen und Schüler interessiert waren bezog sich auf die Frage: "Führerschein schon mit 16 Jahren?" Allgemein sprachen sich die Politikerinnen und Politiker für die Einführung des Führerscheins mit 16 aus, wiesen aber darauf hin, dass bei der Teilnahme am Straßenverkehr die Sicherheit oberste Priorität habe und sie deswegen als Vertreter des Volkes eine politische Verantwortung hätten. Dabei wurde seitens der Schülerschaft der Vorschlag gebracht die Probezeit zu verlängern. Die Schülerinnen und Schüler wollten, gerade bei dem Thema Autofahren mit 16, genauer erfahren, wie solche Beschlüsse umgesetzt werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien forderten die Schüler zur Meinungsäußerung und politischen Partizipation auf – beispielsweise in Form einer Petition oder durch die Teilnahme an den Jugendorganisationen der Parteien.
     
  • Handynutzung in Schulen
    In der heutigen Zeit besitzen praktisch alle Schülerinnen und Schüler Smartphones, doch an den meisten Schulen besteht weiterhin ein Handyverbot. Eine große Mehrheit der Schülerschaft an allen Schulen sprach sich für die Abschaffung des Verbots aus. Dem stimmten auch die meisten Politikerinnen und Politiker zu.
     
  • Rassismus
    Durch Fluchtkatastrophen und dem Erstarken nationalistischer Tendenzen ist das Thema Rassismus in der heutigen Zeit präsenter denn je. Die Schülerinnen und Schüler an der Friedrich-Städtler-Schule in Nürnberg waren an dieser Problematik besonders interessiert und brachten diesbezüglich sogar Beispiele aus ihren persönlichen Erfahrungen mit in die Podiumsdiskussion ein. Erstmals wurden an dieser Stelle Spannungen zwischen den Parteienvertretern deutlich. Insgesamt waren Vertreter aller Parteien anwesend, die im Bundestag sowie im Landtag vertreten sind. Dabei waren Meinungsverschiedenheiten unvermeidbar. Das blieb auch bei den Schülerinnen und Schülern nicht unbemerkt. „Wie sollen wir friedlich leben, wenn sich die Parteien untereinander streiten“, fragte eine Schülerin und erntete unterstützenden Applaus von ihren Mitschülern. Sie verstehe, dass alle Parteien Konkurrenten seien, aber man könne es ja in Maßen halten. Wer Toleranz predige, müsse sich auch selbst daran halten.
     
  • Legalisierung von Cannabis
    Die Debatte über die Legalisierung von Cannabis rief sowohl unter der Schülerschaft als auch in den Podien gemischte Meinungen hervor. Besonders in Bezug auf die Einführung des Führerscheins ab 16 sprachen sich die meisten Politiker gegen die Legalisierung der Droge aus.
     
  • Asylpolitik
    Wie will die Politik Asylverfahren zukünftig sicherer machen und beschleunigen? Wie sieht es mit der Rückkehr von Flüchtlingen aus, wenn der Krieg vorbei ist? Warum wohnen die Flüchtlinge in Containern? Wo finde ich Informationen, wie ich helfen kann? Fragen über Fragen. Aus den Antworten kristallisierten sich schnell die verschiedenen Ansichten der Politiker heraus und auch die ein oder anderen Reibungspunkte wurden in den Podien diskutiert.

Das Fazit

Die „it´s your choice“-Tour hat eines verdeutlicht: die junge Generation ist interessiert und will sich einbringen. Die Politik steht in der Verantwortung durch ihre Vertreter die Jugendlichen auf die Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Partizipation hinzuweisen. „It´s your choice“ schafft eine Schnittstelle zwischen den Wünschen und Bestrebungen der jungen Menschen und politischen Prozessen.

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
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