Bayern Juniorwahl 2019

Junge Menschen für ein demokratisches Miteinander zu begeistern, ist eine der Kernaufgaben der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. So gilt es auch gerade in Wahljahren den Blick für das Thema Partizipation zu schärfen.

Im Vorfeld der Europawahl 2019 wurde an bayerischen Schulen die Juniorwahl durchgeführt: Eine realistische Simulation, bei der Schülerinnen und Schüler erste eigene Erfahrungen mit demokratischen Wahlen „im klassischen Sinn“ machen können – auch, wenn sie noch keine 18 Jahre alt sind.

Teilnehmen konnten Schulklassen ab der 7. Jahrgangsstufe aller weiterführenden Schularten. Zur Vorbereitung und Durchführung wurde den Lehrkräften jeweils ein Unterrichtspaket mit Anregungen für den Unterricht sowie ein Wahlpaket mit den Materialien für den Wahlvorgang zur Verfügung gestellt. Lehrerinnen und Lehrer konnten die Juniorwahl unkompliziert und nach eigenen Vorstellungen zu Themen und Umfang in ihren Unterricht integrieren.

Das Format Juniorwahl besteht seit 1999, umfasst alle Schulformen der Sekundarstufen I und II sowie Berufsschulen für die Jahrgangsstufen 9 bis 12 und zählt mittlerweile zu den größten Schulprojekten in Deutschland. Bereits zur Bundestagswahl 2017 wie auch zur bayerischen Landtagswahl 2018 fand in zahlreichen bayerischen Schulen die Juniorwahl statt. Alle, die beteiligt waren, empfanden die Veranstaltungen als großen Erfolg und Bereicherung.

Wir freuen uns daher, dass das Projekt „Juniorwahl“ 2019 erneut in Bayern angeboten werden konnte. Zur konkreten Information und Umsetzung der Juniorwahl 2019 an Schulen fanden für Lehrkräfte im Februar 2019 Vorbereitungsseminare der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in München und Nürnberg statt, bei denen u. a. speziell ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt wurden.

Die Juniorwahl 2019 wurde bundesweit gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Europäische Parlament sowie die Bundeszentrale für politische Bildung.

In Bayern konnte die Umsetzung der Juniorwahl an 475 Schulen dank der Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei, der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus kostenfrei erfolgen. Schirmherren des Projekts waren Dr. Florian Herrmann, bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien und Prof. Dr. Michael Piazolo, bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus.

Was ist die Juniorwahl? Demokratie lebt vom Mitmachen! Bei der Juniorwahl geht es darum, anhand von realitätsnahen Simulationen das Vorbereiten und Durchführen einer Wahl zu üben, um so Demokratie für Schülerinnen und Schüler lebendig und direkt erlebbar werden zu lassen. Die Juniorwahl leistet damit einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung. Mit der interaktiven und schulinternen Vorbereitung, Durchführung und Teilnahme an der Juniorwahl werden die Jugendlichen mit demokratischen Spielregeln vertraut gemacht.

Wie läuft die Juniorwahl ab? Die Schüler/-innen können auf den Stimmzetteln der Juniorwahl eine Erst- und eine Zweitstimme abgeben. Für das Direktmandat stehen die Kandidat/-innen des Wahlkreises, in dem sich Ihre Schule befindet, zur Wahl. Für Förderschulen und Inklusionsklassen stehen vereinfachte Stimmzettel in drei Niveaustufen zur Verfügung.

Die Abläufe beim Wahlakt zeichnen sich durch eine große Realitätsnähe aus: Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt einen Stimmzettel, nachdem sie/er die Wahlbenachrichtigung und den Personal- oder Schülerausweis vorgezeigt hat und aus dem Wählerverzeichnis gestrichen wurde. In der Wahlkabine kann sie/er dann die entsprechenden Kreuze machen oder ungültig stimmen. Die Stimmzettel werden in der Wahlurne gesammelt und nach der Wahl von den Wahlhelfer/-innen ausgezählt. Die Auszählung der Stimmen nehmen die Schüler/-innen im Wahlvorstand per Auszählungsliste vor. Das Schulergebnis wird abschließend über das Onlineportal der Schule an die Organisator/-innen der Juniorwahl übermittelt.

Nach der Wahlwoche erhalten die teilnehmenden Schulen zudem eine Ergebnisbroschüre, in der die Gewinner der Direktmandate in den einzelnen Wahlkreisen aufgeführt sind. Darüber hinaus erhalten sie nach der Wahl Urkunden für die Schülerinnen und Schüler zugesandt, die sich als Wahlhelfer/-innen beteiligt haben. Die Nachbereitung des Juniorwahlergebnisses an den Schulen liegt in der Hand der Lehrkräfte. Im Unterricht können sie das Schulergebnis auswerten und diskutieren und mit dem Ergebnis der realen Wahl vergleichen, die Auswertung der Wahl in den Medien besprechen oder gemeinsam mit den Schüler/-innen Diagramme mit der prozentualen Verteilung der Stimmen entwerfen, uvm.

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