28.07.2021 München Themenheft Flucht und Vertreibung erschienen

Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene Sylvia Stierstorfer und der Direktor der Landeszentrale Rupert Grübl überreichen das Themenheft an Ministerpräsident Dr. Markus Söder ©Marcus Gruber

Ende 2020 waren weltweit 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht. Flucht und Vertreibung prägten und prägen auch die deutsche Geschichte. Angesichts der Tatsache, dass jede/r Vierte in Deutschland aus einer Familie von Heimatvertriebenen stammt, ist es erstaunlich, dass dieses Thema in den letzten Jahrzehnten und auch bei der Erinnerung an 75 Jahre Kriegsende stark in den Hintergrund gerückt ist. Diese Lücke füllt das neue Themenheft „Flucht und Vertreibung“ der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene. Es bringt dieses schwierige Kapitel der deutschen Geschichte wieder ins Bewusstsein. Neben einem umfassenden Überblick über die historischen Fakten durch renommierte Autor*innen steht die Frage nach der Bedeutung für heutige Generationen in Form von generationenübergreifenden Interviews im Fokus.

Die Autor*innen widmen sich darin ganz verschiedenen Aspekten von Flucht und Vertreibung nach 1945: den unterschiedlichen Herkunftsorten, dem Umgang Bayerns mit Geflüchteten und Vertriebenen sowie den Auswirkungen der Zuwanderung auf die deutsche, hier insbesondere auf die bayerische (Nachkriegs-)Gesellschaft. Es bietet fachliche Grundlageninformationen, aber auch nachdenklich stimmende Denkanstöße zu diesem wichtigen Teil der deutschen Geschichte.

Der Direktor der Landeszentrale, Rupert Grübl, erläutert den modernen Ansatz des Projekts: „Angesichts der Dimension der Ereignisse fällt eine nüchterne Auseinandersetzung immer noch nicht leicht. Auch wenn die Flucht- und Vertreibungserlebnisse in den Familien nicht mehr thematisiert werden, so haben sie doch ihre Spuren hinterlassen. Unser Themenheft gibt einen reflektierten, differenzierten Einblick in die historische Dimension und will einen generationenübergreifenden Diskurs anstoßen. Mein besonderer Dank gilt der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Frau Stierstorfer, für Ihre Initiative zu diesem Projekt und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Die Aussiedler- und Vertriebenenbeauftragte Frau Stierstorfer betont: „Die Vertreibung von bis zu 14 Millionen Menschen war ein epochaler Einschnitt in der deutschen Geschichte.  Das vorliegende Themenheft nimmt ihr Schicksal in den Blick und lässt die Betroffenen zu Wort kommen. Ich hoffe, dass dadurch eine gesellschaftliche Debatte zu diesem Thema angeregt wird. Denn Flucht und Vertreibung sind unser aller Geschichte in einem Land, in dem jeder Vierte aus einer Familie von Heimatvertriebenen stammt.“

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
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