25.10.2021 Online Fortbildung: Gemeinsam erinnern – woran und wie?

Ehemalige Von-Trotha-Straße in München, Foto: K. Sziedat

Historisches Erinnern ist kein Selbstzweck. Es besitzt seinen Sinn in der Sicherung eines verantwortungsbewussten Handelns für die Zukunft. Art und Weise des gemeinsamen Erinnerns sind vielfach umstritten und bedürfen der demokratischen Aushandlung. Woran also erinnern, und wie?

Bei der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit spielt in Deutschland neben der NS-Terrorherrschaft heute auch die SED-Diktatur eine wichtige Rolle. Daneben sind weitere Verbrechen in den Blick gerückt, insbesondere das Unrecht und die Gräuel, die deutsche Truppen zur Zeit des Kolonialismus in besetzten Gebieten verübten. Hinzu kommt die Beschäftigung mit demokratischen Aufbrüchen, aber genauso mit Herausforderungen der Demokratie etwa durch politische Gewalt.

Die Fortbildung führt im ersten Teil (15.00-16.20 Uhr) in das Unterrichtsmaterialerinnern.elementar“ ein, das die Bayerische Landeszentrale gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik und Public History der LMU München entwickelt hat. Die vorgestellten Methoden wollen zur aktiven Beteiligung am gemeinsamen Erinnern einladen. Neben Wissen zum historischen Geschehen zielen die Methoden darauf ab, die Bedeutung dieses Wissens in der Gesellschaft zu reflektieren, sich selbst ein Urteil zu bilden und aktiv für Erinnerungsarbeit einzusetzen.

Den zweiten Teil (16.30-18.00 Uhr) bildet ein Webtalk zu der Frage, wie sich das gemeinsame Erinnern angesichts von Internationalisierung, Pluralisierung und Digitalisierung verändert – und wie die Erinnerung der Zukunft aussehen könnte. Es diskutieren mit Ihnen:

  • Prof. Dr. Christina Morina (Universität Bielefeld, Professur für Zeitgeschichte)
  • Univ.-Prof. Dr. Dieter Pohl (Universität Klagenfurt, Professur für Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtigung Ost- und Südosteuropas)
  • Prof. Dr. Jürgen Zimmerer (Universität Hamburg, Arbeitsbereich Globalgeschichte)
  • Gesprächsleitung: Prof. Dr. Michele Barricelli (Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik und Public History)

Eine Veranstaltung der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik und Public History der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Ort: Online
Datum: 25.10.2021
Uhrzeit: 15.00-18.00 Uhr
Anmeldeschluss: 25.10.2021
Ansprechpartner: Dr. Konrad Sziedat

Anmeldung zur Fortbildung über FIBS oder per Mail an Dr. Konrad Sziedat.

Falls Sie nur am Webtalk teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte über Eveeno an.

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
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