Erinnerungsarbeit

Wo „Erinnern“ als Arbeit definiert wird, verdeutlicht bereits der Begriff, dass es sich bei den Inhalten um eine Vergangenheit handelt, an die zu erinnern schwer fällt. Zwar kann es auch individuelle Erinnerungsarbeit geben, der Begriff bezieht sich in der Regel jedoch auf das öffentliche Erinnern und Gedenken in Gesellschaft und Staat.

Dabei wird an jene geschichtlichen Ereignisse erinnert, die nicht vergessen oder verdrängt werden sollen, weil sie als bedeutsam für unsere Gegenwart und Zukunft gelten. Hierzu gehören vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Erfahrung von Diktatur, Krieg, Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Völkermord, aber auch von Selbstbehauptung und Widerstand.

In der Erinnerungsarbeit wird nicht nur an Geschehen erinnert, sondern es werden auch Ursachen benannt, Verantwortung, Schuld und Versagen deutlich gemacht. Erinnerungsarbeit wird somit als eine Art kollektiver Aufarbeitung verstanden, die Grundlage ist für ein richtiges Handeln in der Gegenwart. Sie setzt die Lernfähigkeit von Individuen und Gesellschaften voraus.

Erinnerungsarbeit findet ihren Ausdruck im Lehren und Lernen, im Forschen und Gedenken, aber auch in der Konzeption von Lernorten wie den KZ-Gedenkstätten und den zeithistorischen Dokumentationen.

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29.09.2019 Bayreuth Viele Akteure waren dem NS-Regime eng verbunden

In Oberfranken war das Spektrum des Verhaltens der Menschen im Dritten Reich groß. Dies machten Historiker bei den jüngsten Bayreuther Gesprächen deutlich.

Mödlareuth 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Rund 140 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Eröffnung des „Freiheitscampus“ in Mödlareuth teil und sprachen mit Zeitzeugen.

13.12.2019 Ziele und Inhalte des Themenforums

Welches Ziel verfolgt dieses Themenforum? Was haben die hier versammelten Beiträge gemein?

13.12.2019 Wir brauchen den Schulterschluss

Der Vorsitzende des Vorstands der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, Jo-Achim Hamburger, beschreibt in einem Essay, wie ihm Antisemitismus in Deutschland begegnet – und wie er ihm begegnet.

13.12.2019 Das Thema „Antisemitismus“ in der schulischen Bildung

Antisemitismus gilt es zu verstehen und zu erkennen – bereits in der Schule müssen dafür in der historischen, politischen und medialen Bildung Grundlagen gelegt werden. Robert Sigel liefert Anregungen, Vorschläge und Ideen.


Unterrichtsmaterial: Videoclips
Max Mannheimer: Kämpfer gegen das Vergessen

Die fünf Videoclips "Dachauer Dialoge" zeigen Max Mannheimer im Gespräch mit Schwester Elija Boßler. Die fast privat anmutenden Aufnahmen geben Einblick in das Leben und die Botschaft dieses bedeutenden Zeitzeugen.


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"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde.


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Der junge Autor Nicolas Dehais verarbeitet in "Memoria 1914-1918", dass sich seine beiden Urgroßväter im Ersten Weltkrieg als Feinde in den Schützengräben gegenüber gelegen haben könnten.

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