Erinnerungsarbeit

Wo „Erinnern“ als Arbeit definiert wird, verdeutlicht bereits der Begriff, dass es sich bei den Inhalten um eine Vergangenheit handelt, an die zu erinnern schwer fällt. Zwar kann es auch individuelle Erinnerungsarbeit geben, der Begriff bezieht sich in der Regel jedoch auf das öffentliche Erinnern und Gedenken in Gesellschaft und Staat.

Dabei wird an jene geschichtlichen Ereignisse erinnert, die nicht vergessen oder verdrängt werden sollen, weil sie als bedeutsam für unsere Gegenwart und Zukunft gelten. Hierzu gehören vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Erfahrung von Diktatur, Krieg, Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Völkermord, aber auch von Selbstbehauptung und Widerstand.

In der Erinnerungsarbeit wird nicht nur an Geschehen erinnert, sondern es werden auch Ursachen benannt, Verantwortung, Schuld und Versagen deutlich gemacht. Erinnerungsarbeit wird somit als eine Art kollektiver Aufarbeitung verstanden, die Grundlage ist für ein richtiges Handeln in der Gegenwart. Sie setzt die Lernfähigkeit von Individuen und Gesellschaften voraus.

Erinnerungsarbeit findet ihren Ausdruck im Lehren und Lernen, im Forschen und Gedenken, aber auch in der Konzeption von Lernorten wie den KZ-Gedenkstätten und den zeithistorischen Dokumentationen.

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17.03.2020 Gewinner des Wettbewerbs „Wege zur Freiheit“

Bekanntmachung: Gewinner des Schülerwettbewerbs „Wege zur Freiheit“ anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls. Preisverleihung wird nachgeholt.

21.04.2020 Ein Gespräch mit Jugendlichen aus Israel und Deutschland

Im Rahmen eines Austauschprogramms kamen 2018 und 2019 Schüler/innen aus Nürnberg und Aschkelon zusammen. Mit uns haben sie über Antisemitismus, gegenseitige Vorurteile und soziale Netzwerke gesprochen – und über die Rolle der Bildung.

21.04.2020 Antisemitismus im Netz 2.0

Das Internet liefert mit den sozialen Medien den zentralen Kommunikationsraum für interaktiven Meinungsaustausch in anonymer und kontrollresistenter Form – und fördert somit die Ausbreitung und Radikalisierung antisemitischer Inhalte. Monika Schwarz-Friesel zeigt, in welchen gefährlichen Formen Antisemitismus im Internet auftritt.

29.09.2019 Bayreuth Viele Akteure waren dem NS-Regime eng verbunden

In Oberfranken war das Spektrum des Verhaltens der Menschen im Dritten Reich groß. Dies machten Historiker bei den jüngsten Bayreuther Gesprächen deutlich.

Mödlareuth 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Rund 140 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Eröffnung des „Freiheitscampus“ in Mödlareuth teil und sprachen mit Zeitzeugen.

17.03.2020 Mit der Holocaust-Überlebenden Eva Erben im Gespräch

Eva Erben überlebte als einzige ihrer Familie den Holocaust und wanderte 1949 nach Israel aus. Im Interview spricht sie darüber, wie sie den Antisemitismus des Nationalsozialismus erlebt hat, und erläutert, wie man diesem heute entgegenwirken sollte.

13.12.2019 Zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der schulischen Bildung

Antisemitismus gilt es zu verstehen und zu erkennen – bereits in der Schule müssen dafür in der historischen, politischen und medialen Bildung Grundlagen gelegt werden. Robert Sigel liefert Anregungen, Vorschläge und Ideen.

13.12.2019 Wir brauchen den Schulterschluss

Der Vorsitzende des Vorstands der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, Jo-Achim Hamburger, beschreibt in einem Essay, wie ihm Antisemitismus in Deutschland begegnet – und wie er ihm begegnet.


Neue Publikation
Sie kam aus Mariupol

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde.


Neue Publikation
Graphic Novel Memoria 1914-1918

Der junge Autor Nicolas Dehais verarbeitet in "Memoria 1914-1918", dass sich seine beiden Urgroßväter im Ersten Weltkrieg als Feinde in den Schützengräben gegenüber gelegen haben könnten.

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