Digitale Zukunftstage – The Future is Yours!

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Jetzt bewerben: Digitale Zukunftstage 2027

Titelbild Zukunftstage
Digitale Zukunftstage

Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) führt das Projekt seit 2022 an Schulen in Bayern durch. Seit 2026 wird es in Kooperation mit der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung (KiJuBa) des Bayerischen Jugendrings (BJR), weiterentwickelt.

Machen Sie mit Ihrer Kommune beim Projekt der Digitalen Zukunftstage mit!
Eine Teilnahme im nächsten Jahr ist über die Bewerbungsseite bis Mitte August möglich.

Link zur Bewerbungsseite: https://eveeno.com/digitale-zukunftstage-2027
 

Digitale Zukunftstage

Die Digitalen Zukunftstage bringen Jugendliche und Kommunalpolitik zusammen: Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Ideen zur Gestaltung ihres Umfelds und bringen diese aktiv in kommunale Prozesse ein. Die Jugendlichen setzen ihre Ideen in selbst gestalteten Modellen im Programm Minetest um und machen sie so anschaulich.

Seit 2022 führt die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) das Projekt an Schulen in Bayern durch. Seit 2026 wird es in Kooperation mit der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung (KiJuBa) des Bayerischen Jugendrings (BJR), weiterentwickelt.
Für die Durchführung der Digitalen Zukunftstage suchen wir engagierte Kommunen, die Jugendbeteiligung vor Ort stärken möchten. Das Projekt ist für teilnehmende Kommunen kostenfrei.
BLZ
Hochbahn
BLZSchülerinnen und Schüler in der Arbeitsphase
BLZDie Zukunft ist im Bau!
BLZ
Lösungen für Missstände entwickeln

Projektablauf

Das Projekt besteht aus vier Projektphasen, die zwischen Januar und Mai 2027 stattfinden:

BLZ

Wie sehen die Projektphasen im Detail aus?

1. Zukunftswerkstätten an Schulen vor Ort (Januar - März 2027)

  • Durchführung von bis zu drei Zukunftsworkshops je Kommune an Mittel-, Real- oder Wirtschaftsschulen.
  • Die Workshops finden an Schultagen zwischen 8:00 und 15:00 Uhr statt und richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe.
  • Die Jugendlichen erhalten einen Crashkurs zum Thema Kommunalpolitik und erfahren, wofür Kommunen zuständig sind. Anschließend nutzen die Teilnehmenden ihre kreativen Fähigkeiten und erfahren praxisnah, wie sie ihre Ideen zur Mitgestaltung ihrer Kommune in die Realität umsetzen können. Für die Umsetzung der Ideen wird das Computerspiel Minetest (eine Open-Source Variante des Spiels Minecraft) eingesetzt.
  • Die Workshops werden durch die BLZ konzipiert und durchgeführt, für Kommunen und Schulen entstehen keine Kosten.
  • Zukunftstage Ablauf an Schulen

2. Unterrichtseinheit zur Vertiefung (Februar - April 2027)

  • Die BLZ stellt eine Doppelstunde zur Vertiefung kommunalpolitischer Kenntnisse bereit.
  • Die Lehrkräfte führen die Unterrichtseinheit vor Ort durch, idealerweise ein bis zwei Wochen nach dem Workshop.

3.  Ideen-Hub: Veranstaltung zur Konkretisierung der Ideen (Februar - Mai 2027)

  • Bei einem gemeinsamen Treffen entwickeln die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schulen/Klassen die entstandenen Ideen zu konkreten Umsetzungsvorschlägen weiter.
  • Die Veranstaltung dauert 3 Stunden, findet im Idealfall während der Schulzeit, aber auf freiwilliger Basis statt.
  • Konzeption und Durchführung erfolgt durch den Bayerischen Jugendring in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeindejugendpflege bzw. der verantwortlichen Fachkraft aus der Verwaltung.
  • Die Kommune ist für die Bereitstellung geeigneter Räume und der Verpflegung während der Veranstaltung verantwortlich.

4. Abschlussveranstaltung: Vorstellung der Ideen (März - Mai 2027)

  • Präsentation der entwickelten Ideen und Vorschläge
  • Bei einer großen Abschlussveranstaltung können die Jugendlichen ihre entwickelten Ideen und Vorschläge gegenüber Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik präsentieren.
  • Konkrete Umsetzungen werden zwischen den Jugendlichen und der Kommunalpolitik vor Ort gemeinsam festgehalten und die nächsten Schritte zu einer möglichen Umsetzung definiert.

Aufgaben im Projekt

Für die digitalen Zukunftstage suchen wir engagierte Kommunen als Projektpartner!
Das Projekt eignet sich besonders für Kommunen, in denen zeitnah Veränderungsprozesse anstehen, etwa bei einem Neubau, einer Leitbildentwicklung oder der Erarbeitung einer lokalen Zukunftsstrategie. Auch Kommunen ohne laufende Prozesse können profitieren, da das Projekt bestehende Angebote sinnvoll ergänzt und neue Impulse gibt.

Wichtig für eine erfolgreiche Durchführung ist die Offenheit gegenüber den Ideen der Jugendlichen. Ziel ist es, gemeinsam an realisierbaren Vorschlägen weiterzuarbeiten und diese, wenn möglich, schrittweise umzusetzen. Dafür bringen sich Schulen, kommunale Jugendpflege und Kommune auf unterschiedliche Weise in das Projekt ein.

 

Was sind meine Aufgaben und Kosten als Kommune im Projekt?

Die medienpädagogischen Workshops sowie die Durchführung der einzelnen Veranstaltungen sind für die teilnehmenden Kommunen kostenlos. Die Kommune trägt die Kosten und die Verantwortung für die Bereitstellung von Räumen und Verpflegung während des Ideenhubs und der Abschlussveranstaltung.

Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, die besten Rahmenbedingungen für das Gelingen des Projekts zu schaffen. Hierzu gehört ein Ratsbeschluss zur Teilnahme am Projekt, der erst nach der Auswahl der Kommunen gefasst werden muss, sowie die Bereitschaft, die vereinbarten Projekte auch im Nachgang entsprechend zu verfolgen. Hierbei hat sich ein finanzieller Spielraum als sinnvoll erwiesen.

Was sind meine Aufgaben als Gemeindejugendpflege (oder einer vergleichbaren Fachkraft aus der Verwaltung)?

Die Gemeindejugendpflege ist die zentrale Ansprechperson für das Projekt vor Ort. Sie bildet die Schnittstelle zwischen Politik, Schule und den Veranstaltern. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählen die Koordination und Kommunikation der einzelnen Termine, die Begleitung der einzelnen Veranstaltungen (während der Schulworkshops ist eine Teilnahme am Ende der Workshops sinnvoll) und die fachliche Begleitung der Projekte, vor allem im Nachgang der Abschlussveranstaltung.

Was sind meine Aufgaben als Lehrer/Schule im Projekt?

Als Schule oder Lehrkraft sind Sie Ansprechperson für den Workshop an Ihrer Schule und führen die vorbereitete Unterrichtseinheit durch. Außerdem ist es wichtig, dass Sie die Schülerinnen und Schüler für die weiteren Projektteile motivieren.

Zu Ihren Aufgaben gehören im Detail:
  • Informieren der Erziehungsberechtigten
  • Organisation und Aufsicht des Digitalen Zukunftstags im Schulhaus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Durchführung der vorbereiteten Unterrichtseinheit
  • Falls möglich Begleitung der Schüler und Schülerinnen zum Ideen-HUB und der Abschlussveranstaltung
Alle teilnehmenden Schulen erhalten eine Handreichung sowie detaillierte Checklisten zum Projekt.
 

Was sind meine Aufgaben als kommunale Jugendpflege im Projekt?

Der kommunalen Jugendpflege kommt im Projekt keine gesonderte Aufgabe zu. Die Unterstützung des Projekts durch die zuständige KOJA trägt jedoch zum Gelingen bei. Als sinnvoll hat sich beispielsweise die Teilnahme am Ideen-Hub gezeigt, da hier Landkreisthemen aufgegriffen werden können und direkter Kontakt zu den Jugendlichen vor Ort entsteht.

FAQs

1. Wie ist der genaue zeitliche Ablauf des Projekts?

  • Auswahl der Kommunen: Bis Ende September 2026, Zusagen erhalten Sie ab Anfang Oktober
  • Festlegung der genauen Zeitfenster für jede Kommune: Bis Ende November 2026 (vorgegebene Zeitfenster werden durch die Kommunen ausgewählt)
  • Zukunftswerkstätten an den Schulen: Januar - April 2027
  • Ideen-HUBs in den Kommunen: Februar - Juni 2027
  • Abschlussveranstaltungen: Februar - Juni 2027

2. Wie ist der zeitliche Ablauf für die einzelne Kommune?

  • Woche 1: Zukunftswerkstätten an den Schulen. Alle Workshops finden pro Ort in derselben Woche statt.
  • Woche 2-3: Unterrichtseinheit (flexibel terminiert durch die Lehrkraft)
  • Woche: 3-4: Ideen-HUB (Alle Klassen gemeinsam)
  • Woche 5-6: Abschlussveranstaltung gemeinsam mit der Kommunalpolitik

3. Mit welchen Schulgruppen (Klassen, freiwillige Schüler, usw.) kann ich teilnehmen?

  • Die Gruppen sollten 15 – 25 Jugendliche umfassen.
  • Es können sowohl ganze Schulklassen als auch speziell dafür gebildete Gruppen teilnehmen. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn viele Schülerinnen und Schüler einer Schule aus einem anderen Ort kommen.

4. Wie viele Zukunftswerkstätten können pro Ort stattfinden?

  • Pro Kommune können bis zu drei Klassen bzw. Gruppen teilnehmen.
  • Die teilnehmenden Klassen bzw. Gruppen können sowohl aus einer Schule als auch aus verschiedenen Schulen kommen.

5. Wie ist die Dauer der einzelnen Veranstaltungen?

  • Zukunftswerkstätten an den Schulen: 9:00 – 15:00 Uhr
  • Unterrichtseinheit: 90 Minuten
  • Ideen-HUB: 3,5 Stunden, Zeitraum kann flexibel gewählt werden. Eine Durchführung vormittags wird empfohlen.
  • Abschlussveranstaltung: 2 Stunden

6. Was sind die Details des Ideen-Hubs?

  • Beim Ideen-Hub kommen alle Gruppen zusammen, die an den Zukunftswerkstätten teilgenommen haben.
  • Es werden alle Ideen vorgestellt, die in Minetest gebaut wurden. Anschließend wählen die Jugendlichen daraus Ideen aus und konkretisieren sie.
  • Ziel sind 4 – 5 gut ausgearbeitete Projekte, die die Jugendlichen auf der Abschlussveranstaltung präsentieren.
  • Zum Ideen-HUB können Experten und Expertinnen aus der Kommune (Angestellte aus der Verwaltung und Jugendbeauftragte) eingeladen werden, die die Jugendlichen bei der Ausgestaltung beraten und unterstützen.

7. Muss der Ideen-Hub zwingend während der Schulzeit stattfinden?

  • Für den Erfolg und die Wirksamkeit des Projekts ist es wichtig, dass viele Jugendliche am Ideen-Hub teilnehmen, da dort die Projekte ausgewählt und qualifiziert werden.
  • In Ausnahmefällen kann der Ideen-Hub auch außerhalb der Schulzeit auf rein freiwilliger Basis stattfinden. Dies wird jedoch nicht empfohlen, da die Hürde für eine Teilnahme dann sehr hoch ist.

8. Was muss für den Ideen-HUB organisiert werden?

  • Die Konzeption und Durchführung des Ideen-Hubs erfolgt durch den Bayerischen Jugendring.
  • Die Gemeindejugendpflege unterstützt dabei inhaltlich und organisatorisch. Sie ist für die Kommunikation mit den Schulen, die Organisation der Räumlichkeiten sowie die Verpflegung während der Veranstaltung zuständig.

9. Was sind die Details der Abschlussveranstaltung?

  • Die Abschlussveranstaltung findet in der Regel im Sitzungssaal der Kommune statt und dauert zwei Stunden.
  • Der Zeitpunkt kann flexibel festgelegt werden, sollte aber für die Jugendlichen und die Ratsmitglieder sinnvoll sein. Bewährt hat sich ein Termin am Nachmittag, beispielsweise im Vorfeld einer Ausschuss- oder Gemeinderatssitzung.
  • Bei der Abschlussveranstaltung präsentieren die Jugendlichen die auf dem Ideen-HUB ausgearbeiteten Ideen.
  • Gemeinsam mit Vertretern der Kommune wird festgelegt, welche konkreten Dinge umgesetzt werden.

10. Wer nimmt an der Abschlussveranstaltung teil?

  • An der Abschlussveranstaltung nehmen die Schülerinnen und Schüler teil, die ihre Projekte gerne vorstellen möchten.
  • Eine Anzahl von 10 bis 20 Jugendlichen pro Ort hat sich als sinnvoll herausgestellt.
  • Die Jugendlichen melden sich auf dem Ideen-HUB freiwillig zur Teilnahme an der Abschlussveranstaltung an.
  • Von Seiten der Kommune nehmen in der Regel der Bürgermeister/die Bürgermeisterin, interessierte Ratsmitglieder und Mitglieder der Verwaltung teil.

11. Wie geht es nach der Abschlussveranstaltung weiter?

  • Die Gemeindejugendpflege bzw. eine vergleichbare Fachkraft ist für die Begleitung der Ergebnisse verantwortlich. Gemeinsam mit Verantwortlichen aus der Politik verfolgt sie die Umsetzung der Vereinbarungen und wird bei Bedarf initiativ tätig. Dabei wird sie durch die Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung beraten.
  • Häufig bilden sich im Anschluss Projektgruppen aus Jugendlichen, Politik und Verwaltung.
  • Über die Schulen werden die Jugendlichen über die Fortschritte der einzelnen Vereinbarungen informiert.
 

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