Digtialgestützte Planspiele

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Online-Planspiele

Simulieren, verstehen, handeln! - Das digitalgestützte Planspielangebot der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Politik ist Verhandlungssache: Wer bekommt was? Und wer bestimmt das? Im politischen Tagesgeschäft müssen widerstreitende Interessen zusammengebracht und Entscheidungen über die Verteilung von knappen Gütern getroffen werden. Planspiele eignen sich sehr gut, um diese politische Dynamik nachzubilden und somit besser zu verstehen. Dazu bilden sie Ausschnitte der Realität nach und reduzieren deren Komplexität auf Kernfragen. Innerhalb der Simulation übernehmen die Teilnehmenden verschiedene Rollen und üben sich darin, politische Entscheidungsprozesse zu analysieren und nach Ihren jeweiligen Werten und Interessen zu beeinflussen. Planspiele fördern den Perspektivwechsel, indem sie Teilnehmenden erlauben, durch das Übernehmen anderer Rollen die Interessen, Positionen und Handlungsweisen anderer Menschen praktisch nachzuerleben. Nach der Simulation können die Teilnehmenden ihre eigenen Handlungen und die der anderen diskutieren. Dieser gemeinsame Austausch ermöglicht es, die unterschiedlichen Beobachtungspositionen zu verstehen und die Vor- und Nachteile verschiedener Handlungen zu bewerten.

Sie möchten ein Planspiel eigenständig durchführen? Die Registrierung dazu finden Sie am Ende dieser Seite
 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht des digitalgestützten Angebots der BLZ:
Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit stellt Lehrkräften sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Bayern ein umfangreiches Portfolio an digitalgestützten Planspielen für diverse Zielgruppen zur Verfügung. Das Angebot bildet zentrale politische Konflikte innerhalb des politischen Mehrebenensystems ab und fungiert als praktische Unterstützung, um diese handlungsorientiert und überparteilich zu vermitteln.

Mithilfe ausführlicher Handreichungen und einem unterstützenden Fortbildungspaket können die Planspiele mit den eigenen Klassen bzw. Gruppen selbständig durchgeführt werden. Technische Grundlage des Angebots ist Senaryon, die Plattform für digitale Planspiele des Bildungsanbieters planpolitik GbR.

Voraussetzung für die Durchführung eines digitalgestützten Planspiels ist ein digitales Endgerät pro teilnehmender Person sowie ein funktionierender Zugang zum Internet. Darüber hinaus brauchen Sie zur Durchführung einen Spielschlüssel sowie die zugehörigen Spielmaterialien – beides erhalten Sie nach Ihrer Registrierung (siehe Hinweis weiter unten).

Im folgenden Mebis-Kurs finden Sie darüber hinaus noch weitere didaktische Hinweise zur Durchführung sowie ergänzende Materialien für die verschiedenen Planspiel-Szenarien:

Link:                                   https://bycs.link/digitale-planspiele
Passwort:                         Handlungsorientierung
 
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What the Fake?! Digitalpolitik in der Europäischen Union

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Die Digitalisierung verändert unser Zusammenleben in Europa in erheblichem Maße. Für Regierungen und die Europäische Union als gesetzgebende Instanzen sind damit große Herausforderungen verbunden, da neue, unregulierte Märkte und Sphären entstehen und sich die Kommunikation und das Zusammenleben der Menschen verändert.
 
In sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube sind sehr viele Nutzerinnen und Nutzer aktiv. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die Plattformen anonym. Einige Menschen nutzen die Anonymität aus und sind der Ansicht, das Internet wäre ein rechtsfreier Raum, in dem es keine Regeln für Taten und Äußerungen gibt.
Ob Fake News oder Hate Speech - beides findet sehr schnell Verbreitung und wird nur selten bestraft. Das wird zu einem immer größeren Problem. Die EU-Kommission möchte deshalb das Internet besser kontrollieren. Einige Mitgliedstaaten haben bereits nationale Gesetze zu diesem Thema auf den Weg gebracht. Zwischen den Mitgliedstaaten der EU besteht jedoch Uneinigkeit, wie genau am besten gegen Fake News und Hate Speech im Internet vorgegangen werden kann. Wer ist in der Verantwortung? Die Betreiberinnen und Betreiber der Plattformen, die Nutzerinnen und Nutzer selbst oder der Staat?

Simuliert wird eine Entscheidung im Rat der Europäischen Union. Die Teilnehmenden übernehmen die Rollen von Ministerinnen und Ministern und Staatssekretärinnen und -sekretären, die Teil unterschiedlicher Länderdelegationen sind. Der zu verhandelnde Entwurf besteht aus zwei Artikeln, jedes Land hat eine Stimme.

It’s getting hot in here! Klimapolitik in der Europäischen Union

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Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. 93% der europäischen Bevölkerung betrachtet ihn als ein ernstzunehmendes Problem. Es ist also nur folgerichtig, dass die Europäische Union den Schutz des Klimas als eine ihrer Prioritäten ausgegeben hat.
 
Oberstes Ziel ist es, Klimaneutralität in allen EU-Mitgliedstaaten zu erreichen. Offen ist, wann dieses Ziel realistischerweise erreicht werden kann. Je schneller, desto besser, sagen die einen. Andere fordern eine längere Übergangszeit, um wirtschaftliche Folgen abzufedern. Auch die Ausgangslage in den Ländern ist sehr unterschiedlich: In einigen Länder wie z. B. Estland und Irland wird aktuell doppelt so viel Treibhausgas pro Person ausgestoßen als in anderen EU-Staaten wie Portugal oder Kroatien.
Die Europäische Union möchte die Transformation ihrer Mitgliedstaaten auch finanziell unterstützen. Eine Option ist, das bestehende System der Regionalförderung dafür zu nutzen. Dabei werden bisher vor allem Regionen mit schwacher Wirtschaftsleitung und hoher Arbeitslosigkeit gefördert. Klimaschutzrelevante Aspekte könnten die Kriterien der Förderung in Zukunft ergänzen. Doch wer soll profitieren: Sollen Regionen gefördert werden, in denen einfach CO2 eingespart werden kann, weil z. B. ausreichend Platz für Windparks oder Solaranlagen vorhanden ist? Oder sollen Regionen Geld bekommen, die viel Unterstützung dabei brauchen CO2-neutral zu werden, wie beispielsweise Kohleregionen?

Simuliert wird eine Entscheidung im Rat der Europäischen Union. Die Teilnehmenden übernehmen die Rollen von Ministerinnen und Ministern und Staatssekretärinnen und -sekretären, die Teil unterschiedlicher Länderdelegationen sind. Der zu verhandelnde Entwurf besteht aus zwei Artikeln, jedes Land hat eine Stimme.

Das bisschen Haushalt… Kabinettsverhandlungen zum Haushaltsentwurf im fiktiven Staat Fontanien

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Im fiktiven Staat Fontanien diskutieren die Mitglieder des Kabinetts über den Haushalt des nächsten Jahres. Das Planspiel bildet also die Verhandlungen des Haushaltsvorschlag der Regierung ab, der dann im weiteren Prozess ins Parlament gegeben würde. Der Fokus des Planspiels liegt auf den Verhandlungen zwischen den Ministerien: Viele Ministerien fordern Gelder für geplante Reformen und dringende Investitionen in die Zukunft. Wieviel Geld braucht der Staat, um diese Vorhaben umzusetzen? Reichen die Einnahmen aus, muss gespart werden oder muss Fontanien neues Geld am internationalen Kapitalmarkt aufnehmen? Und wie geht das zusammen mit Schuldenbremse und Sondervermögen? Zunächst erstellen die Fachministerien eine Wunschliste, die dann mit den jeweiligen Spiegelreferaten im Finanzministerium abgestimmt wird. Am Ende entscheidet das Kabinett über noch offene Posten und stimmt über einen finalen Haushaltsvorschlag ab – dabei muss das Kabinett einstimmig entscheiden, um den Haushaltsvorschlag anzunehmen.

OK Boomer?! Generationenwandel in der fiktiven Kommune Schrading

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Wie in ganz Deutschland nimmt auch in Bayern der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich ab. Dies trifft vor allem auf kleinere ländliche Kommunen zu. Für viele dieser Kommunen gilt: Die Bewohnerinnen und Bewohner werden weniger, älter und bunter!

Diese demografischen Entwicklungen stellen die Kommunen vor haushaltspolitische Herausforderungen, die sich auch auf die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort auswirken. Denn durch den Bevölkerungsrückgang stehen den Kommunen in der Regel weniger Einnahmen zur Verfügung. Gleichzeitig machen die demografischen Veränderungen neue Ausgaben erforderlich, um den Bedürfnissen der Älteren gerecht zu werden.
Hier setzt das Planspiel an und simuliert eine Diskussion am Runden Tisch in der fiktiven bayrischen Kommune Schrading. Wie viele kleinere Städte in der Region hat auch Schrading mit sinkenden Einwohnerzahlen und einer alternden Bevölkerung zu kämpfen. Alarmiert von diesen Entwicklungen entwickelt der Stadtrat von Schrading einen Aktionsplan, der den seniorengerechten Umbau eines leerstehenden Gebäudes im Stadtkern vorsieht. Einige Bewohnerinnen und Bewohner befürchten jedoch, dass die Stadt durch den Umbau in der Stadtmitte weiter an Attraktivität für junge Menschen verliert. Manche würden das Geld lieber in eine bessere Verkehrsanbindung oder ein Wohnheim für Azubis des örtlichen Ausbildungszentrums TBMZ (Technische Berufe mit Zukunft) investieren.
 
In den Rollen verschiedener Interessensgruppen diskutieren die Teilnehmenden im Planspiel über die Frage, was mit dem leerstehenden Gebäude passieren soll und wie ihr Schrading der Zukunft aussieht. Ziel des Runden Tisches ist es, im Konsensverfahren eine gemeinsame Empfehlung für den Stadtrat zu entwickeln.

VIDEOVERSION: OK Boomer?! Generationenwandel in der fiktiven Kommune Schrading

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Um sicherzustellen, dass das Planspiel "OK Boomer?! Generationenwandel in der fiktiven Kommune Schrading" für eine Vielzahl von Zielgruppen zugänglich und ansprechend gestaltet wird, liegt es in zwei Formen vor: textbasiert und videobasiert.

Textbasierte Ausführung: Diese Version präsentiert das Szenario und die damit verbundenen Informationen in schriftlicher Form. Sie ist konzipiert für Teilnehmende, die längere Texte detailliert lesen und bearbeiten können.
Videobasierte Ausführung in Einfacher Sprache: In der videobasierten Ausführung erhalten die Teilnehmenden alle Informationen zu Szenario, Rolle und Regeln in kurzen Videos. Durch die audiovisuelle Aufbereitung der Planspielmaterialen wird den Teilnehmenden der Einstieg ins Planspiel-Thema und die eigene Rolle erleichtert. Insbesondere für Teilnehmende, für die das Lesen längerer Texte eine Barriere darstellt, bieten die Videos einen niedrigschwelligen Zugang zur Thematik des Planspiels. Die Videos werden durch kurze Zusammenfassungen in Textform ergänzt. Die Texte in Einfacher Sprache sollen den Spielenden eine zusätzliche Stütze sein.

What the Fake?! Digital Policy in the EU - Englisches Planspiel

Digital Policy in the European Union
Digitalization is considerably changing the way we live together in Europe. This process presents major challenges for governments and the European Union as legislative bodies, since new, unregulated markets and spheres are emerging and people's communication is changing.
 
A large number of users are actively using social networks such as Instagram, Facebook, TikTok and YouTube. Many citizens use the platforms anonymously. Some people exploit this anonymity and believe that the internet is a legal vacuum in which harmful actions and statements have no consequences.

Fake news and hate speech spread very quickly online but are rarely prosecuted. This is becoming an ever greater problem within the EU. The European Commission therefore wants to come up with a new legislation to regulate social media platforms more effectively. Some member states have already introduced national laws on this topic. However, there is disagreement between the EU member states on how best to tackle fake news and hate speech on the internet. Who is responsible? The operators of the platforms, the users themselves or the state?

The simulation involves a decision in the Council of the European Union. The participants take on the roles of ministers and state secretaries who are part of different country delegations. The draft to be negotiated consists of two articles and each country has one vote. 

It’s Getting Hot in Here! Climate Policy in the EU - Englisches Planspiel

Climate Policy in the EU
Climate change is one of the greatest challenges of our time. 93% of the European population consider it to be a serious problem. Consequently, the European Union has made climate protection one of its priorities.
 
The overarching goal is to achieve climate neutrality in all EU member states. It remains to be seen when this goal can actually be achieved. The sooner the better, say some. Others are calling for a longer transition period to soften the economic impact. The initial situation in the countries also varies greatly: in some countries, such as Estonia and Ireland, twice as much greenhouse gas is currently emitted per person than in other EU states such as Portugal or Croatia.

The European Union would like to support the transformation of its member states financially. One option is to use the existing system of regional funding for this purpose. Up to now, this has mostly supported regions with weak economic development and high unemployment. Climate protection aspects could be added to the funding criteria in the years to come. But who should benefit? Should regions be supported where CO2 can simply be saved because there is sufficient space for wind farms or solar plants? Or should regions that need a lot of support to become CO2-neutral, such as regions with coal-fired power stations, receive additional funding?

The simulation involves a decision in the Council of the European Union. The participants take on the roles of ministers and state secretaries who are part of different country delegations. The draft to be negotiated consists of two articles and each country has one vote.

Winds of Change  - Die internationale Ordnung im Wandel

BLZ

Winds of Change  - Die internationale Ordnung im Wandel

Weltweit gerät die liberale Weltordnung immer stärker unter Druck. An ihrer Stelle scheint sich eine multipolare Weltordnung zu etablieren, die nach neuen Spielregeln funktioniert. Jenseits von rein militärischen Maßnahmen, nutzen Staaten dabei auch ökonomische und technische Strategien geopolitischer Machtausübung.

Innerhalb des Planspiels begeben sich die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Staatenlenkern und versuchen dabei, durch verschiedene Maßnahmen die Ziele des eigenen Landes zu erreichen. So können beispielsweise Freihandelsverträge geschlossen werden, um das eigene BIP zu steigern, oder Exportverbote für seltene Erden oder Computerchips beschlossen werden. Jede Maßnahme im Spiel hat Auswirkungen auf verschiedene Indikatoren des eigenen Landes. Am Ende des Planspiels zeigt sich, wer welche Ziele erreichen konnte und wie sich die Abhängigkeiten zwischen den Staaten verändert haben.

Im Fokus stehen folgende Lernziele:

  • Anarchische, multipolare Staatenwelt und Auswirkung von Globalisierungsprozessen kennenlernen – Übergang von einer (eher) regelbasierten zu einer verstärkt machtbasierten internationalen Ordnung.
  • (Pfad-)Abhängigkeiten und Auswirkungen außenpolitischer und außenwirtschaftlicher Entscheidungen begreifen. Innenpolitische Entscheidungen sind ebenfalls Teil des Szenarios, insofern diese im unmittelbaren Zusammenhang mit Strategien geopolitischer Machtausübung stehen und die Sicherheitslage betreffen (z. B. hybride Angriffe zur Destabilisierung nationaler Öffentlichkeiten, Angriff auf Stromversorgung etc.).
  • (Beschränkte) Handlungsmöglichkeiten der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrats kennenlernen.
  • Erfassen von Tendenzen zu Deglobalisierung und Renationalisierung
  • Ausprägungen von Diktatur und Demokratie einordnen können und die Gefahren antidemokratischer Entwicklungen erkennen (z.B. in Form von Freedom House Index).

Das Planspiel eignet sich für die Oberstufe, insbesondere zur Vermittlung des Lernbereichs 5 der 11. Klasse PuG.

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Planspiel-Fortbildungstermine

Innerhalb der Fortbildungen lernen die Teilnehmenden das Spielszenario und die Methode kennen und werden anschließend in die Lage versetzt, die Planspiele eigenständig mit ihren Schulklassen durchzuführen. Nach der Registrierung auf der Webseite der Landeszentrale erhalten Sie alle wichtigen Informationen und können sofort loslegen.
 

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