Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
 
27.01.2022

Jahrestag

1940 errichtete die SS unter der Führung Heinrich Himmlers im polnischen Oświęcim auf einem ehemaligen Barackenlager der polnischen Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Es war mit Abstand das größte der nationalsozialistischen KZ. Neben dem Stammlager gab es das Vernichtungslager Birkenau sowie kleinere Außen- und Arbeitslager. 1942 wurden die ersten Gaskammern auf dem Gelände errichtet. Auschwitz diente nun der systematischen Vernichtung und Ermordung der dort inhaftierten Menschen. Da viele Unterlagen von der SS auf ihrer Flucht vor den Alliierten zerstört wurden, können die Opferzahlen nur geschätzt werden. Historiker gehen davon aus, dass circa 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz-Birkenau ums Leben kamen. Der größte Teil der Opfer waren Jüdinnen und Juden aus ganz Europa. Weitere Opfergruppen waren Sinti und Roma, Homosexuelle, Katholiken und Anhänger der Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderung und politische Gegner.


Am 27. Januar 1945 befreite die sowjetische Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Sie fanden im Lager 7000 ausgemergelte Häftlinge vor. Viele starben kurz nach der Befreiung.

Seit 1996 wurde in Erinnerung an die Befreiung in Deutschland der Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Zum 60. Jahrestag der Befreiung führten die Vereinten Nationen den 27. Januar als internationalen Holocaust-Gedenktag ein. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird an diesem Tag an die Millionen Opfer des NS-Regimes erinnert. 
 

Newsletter der BLZ

Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter, um über aktuelle Angebote der Bayerischen Landeszentrale informiert zu werden.

JETZT ANMELDEN
 
 © Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit